ExtremcoralsAquafairKN AquaristikWhitecoralsKorallen-Zucht
HOME -> Krustentiere -> Einsiedler -> Dardanus megistos Hochladen Lesezeichen  

Dardanus megistos - Weisspunkt-Einsiedler


Dardanus megistos - Weisspunkt-Einsiedlerkrebs - Oktober 2006 - Indonesia - North-Sulawesi - P. Talise - Canon DIGITAL IXUS 700. Eingestellt von robertbaur


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Dardanus megistos
Deutsch: Weisspunkt-Einsiedler
Vorkommen: Indonesien, Indopazifik, Malediven, Ost-Afrika, Tansania
Größe: bis zu 15 cm
Temperatur: 23°C - 27°C
Futter: Algen\\, Frostfutter (große Sorten)\\, Kleine Fische\\, Muschelfleisch\\, Räuberische Lebensweise\\, Salat\\, Schnecken (Gastropoden, Mollusken)\\, Seeigel\\, Würmer (Polychaeten + Annelida)\\
Aquarium: ~ 100 Liter
Schwierigkeitsgrad sehr einfach
Lesezeichen 4 Benutzer haben dieses Tier zu ihren Lesezeichen hinzugefügt

Haltung (Herbst, 1804)

Über die Haltung des Einsiedlers von Silvio Heidler:
Diese Art ist ungeeignet für das reines Wirbellosenbecken.

Dieser Einsiedler ist sehr stark und reißt viele Korallen und Algen von ihren Stammplätzen.
Gut in Fischbecken zu halten, in diesen werden alle tierischen Abfälle als Nahrung aufgenommen.

Schnecken und Einsiedler sind Todfeinde, da die Einsiedler ständig wachsen, sind sie immer auf der Suche nach neuen Behausungen. Dabei werden die Mollusken gefressen und das Gehäuse besetzt.
Es ist daher wichtig, in regelmäßigen Abständen, etwa vierteljährlich, leere, größere Schneckengehäuse in das Becken zu legen.

Hat sich der Einsiedler ein neues Haus gesucht, können die anderen entfernt werden;

Filterung über Eiweißabschäumer und Rieselfilter, wenn möglich auch Aktivkohlefilter, Strömung und Licht eher unbedeutend.

Haltung von Peter Pigl:
"Gut in Fischbecken zu halten"
Davor muss ich aufgrund meiner Erfahrung mit einem dieser Tiere dringend abraten.
Ich habe mal einen von den Malediven (1998) mitgenommen und der ist so ziemlich das aggressivste Lebewesen, das ich jemals im Aquarium hatte und erwischt irgendwann auch unverhältnissmässig große Fische.
Meiner hatte einen ca. 25cm langen Igelfisch bei der Schwanzflosse.
Der Fisch hat keine Chance den Krebs wieder los zu werden (der ist mit seinem Anhängsel natürlich quer durchs Becken gefahren) und wird sofort angefressen.
Nach erfolgter Rettungsaktion hat dem Igel schon die halbe Schwanzflosse gefehlt.
Es sind auch ein Mirakelbarsch und ein Doktor - beide auch nicht gerade klein, spurlos und bis zu diesem Zeitpunkt eher rätselhaft, verschwunden.
Das Haus von dem Krebs war gerade mal 6/7cm.

Besonderheiten:
Diese Einsiedlerkrebse sind sehr räuberisch. Sie suchen ständig im Becken nach Nahrung und vertilgen dabei viel organischen Unrat.
Gelegentlich sollte aber auch frisches Futter in Form von Fischfiletfetzen oder Tintenfischstückchen gereicht werden.

Ein Wachstum der Krebse ist nur möglich, wenn regelmäßig größere Gehäuse angeboten werden.

Synonyme:
Cancer megistes Yap-Chiongco in Estampador, 1937
Cancer megistos Herbst, 1804
Dardanus jordani Schmitt, 1921
Dardanus megsitos Ward, 1942
Dardanus spinimanus (H. Milne Edwards, 1848)
Pagurus megistos (Herbst, 1804)
Pagurus punctulatus Miers, 1879
Pagurus spinimanus H. Milne Edwards, 1848

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Pleocyemata (Suborder) > Anomura (Infraorder) > Paguroidea (Superfamily) > Diogenidae (Family) > Dardanus (Genus)
Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
reefvid
Korallen-Outlet GbR
keine
Benutzer Kommentare (9)

Derzeit werden 4 Fachkommentare angezeigt. Weitere 5 Kommentare sind versteckt.Klicken Sie hier um alle Kommentare anzuzeigen

 
8 BenKimmich

Dabei seit : 21.06.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 7 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 65
Der Dardanus megistos - Weisspunkt-Einsiedler lebt im Meer auf dem Boden. D.h. er wandert über Sandflächen und Seegraswiesen auf der Suche nach Fressbarem. Er frisst auch Algen z.B. Caulerpa prolifera. Im Aquarium muss er viel Platz auf dem Sand haben! Ich halte ein Exemplar seit einigen Monaten in einem 980Liter Becken und obwohl er bereits massiv gewachsen ist (trotz wenig Futter) bleibt er auf dem Sand. Er ist ständig in Bewegung.
So schön wie der Einsiedler auch aussieht, schon alleine auf Grund seiner Grösse benötigt er ein sehr grosses Becken.

Schwierigkeitsgrad : einfach

--
Gruss Ben Mitglied im VMN
    Beitrag vom 22.04.2012 - 12:46  
6 MarkusKink
Dabei seit : 13.10.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 13
Ich halte diesen Einsiedler seit ca. 15 Monaten. Durch gute Fütterung und die Möglichkeit in größere Häuser zu ziehen, hat er seinen Carapax in dieser Zeit von 1cm auf 7cm vergrößert.
Er wächst bei guter Fütterung sehr schnell. Dieser Einsiedler sollte in einem Artenbecken gehalten werden. Er zerstört Riffaufbauten, Abschäumer und dekoriert selbst Steine mit 6 Kg Gewicht. Absoluter Allesfresser...außer er will sich häuten. Dann legt er bei mir eine Pause von ca. 6 Tagen ein.

Die alte Haut wird verbuddelt bzw. versteckt. Er benötigt ständig Wechselhäuser in unterschiedlichen Größen. Er wechselt die Häuser z.B. um sein eigentliches Haus säubern zu können, oder um in kleineren, schwer zugänglichen Ecken nach Futter suchen zu können.

Er lebt derzeit in einem Becken mit 150 Litern, wird dort aber nicht mehr lange bleiben können.
Ausgewachsene Exemplare sollte m.E. mindestens 400 Liter haben.

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 16.08.2009 - 19:44  
5 Disc0
Dabei seit : 04.06.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 1
Ich habe ebenfalls diesen wunderschönen Einsiedler! Er ist schon etwas mehr als Faustgross!
Ich habe ihn in einem 120 Liter Becken, wo ich demnächst den Wasserspiegel etwas senken will um ihm eine Gelegenheit zu geben an die Wasserfläche zu kommen ohne zu fliehen da er bis jetzt immer auf den Filter geklettert ist und seine Scheren aus dem Wasser gestreckt hat! Den hab ich zu meinem 16. bekommen! :) Auf jedenfall hab ich diesen Einsiedler mit 2 Scherengarnelen und einer Flügelschnecke die mit den 12 Zacken in einem Becken!
Die Scherengarnelen interessieren den Einsiedler relativ wenig die Flügelschnecke dreht er oft auf den Panzer wenn sie zu viel krach macht indem sie an die Wand springt somit weil dies ja auch Druck auf die Schnecke ist haben wir diese erst einmal umgesetzt! Heute hat meine Mutter einen grossen fang gemacht sie hat einen ca. 10 cm langen Borstenwurm gefangen, den wir in das Becken des Einsiedlers gesteckt haben! Bevor dieser Borstenwurm erst aus dem Becher schwimmen konnte Stand mein Kumpel schon vorm Becher und ist förmlich "hineingesprungen" und hat den Borstenwurm in tausend Stücke gerissen Wobei er kein Stück ausließ und alle im endeffekt in seinem Rachen gelandet sind (Borstenwurmkiller)! :) Auch alle meine Schulkameraden die in zu gesicht bekamen waren von ihm erstaunt da er so mächtig und schön ist!

Gruß,
Daniel

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 04.06.2007 - 20:29  
3 Martin Sebald
Dabei seit : 09.05.2006
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 8 Videos von diesem Benutzer im Lexikon hochgeladen 4
Das erste Bild von mir zeigt eine alte Haut, frisch nach der Häutung. Das zweite Bild zeigt den betreffenden Einsiedler ungefähr einen Tag nach der Häutung. Wie man bei der alten Haut sieht, fehlt die komplette linke Schere. Diese ist vor der Häutung leicht nachgewachsen und war nach der Häutung vollständig ausgebildet. Hierbei handelt es sich auch um die größere der beiden Scheren.
Da ich den Einsiedler "in Einzelhaft" in einem 54l Becken halte, kann ich über Übergriffe und Aggresivität sehr wenig sagen. Der Einsiedler hat aber schon so langsam die Größe erreicht, wo die Finger des Pflegers gefährdet sein könnten.
Gefüttert wird er bei mir grösstenteils mit Muschelfleisch, allerdings gab es auch schon Borstenwürmer und halbtote Süßwasserfische (~4cm lang). Caulerpas und Drahtalgen hat er ebenfalls genüsslich verspeist. Gerüchtehalber kann man diesen Tieren auch Hundefutter und Karotten füttern. Karotten funktionierte (da muss das Tier aber schon arg ausgehungert sein), Hundefutter habe ich (noch) nicht probiert. ;-)
Diese Tiere neigen extrem zu Dekorationsmaßnahmen im Becken, es empfiehlt sich, große Steine zu verwenden. Steine, die so groß wie der Einsiedler inklusive Haus sind, werden problemlos und mit großer Freude umgeräumt. Ebenfalls empfiehlt es sich, dem Einsiedler eine Höhle, in meinem Fall ist das momentan ein alter Tonblumentopf, anzubieten. Mein Pflegling nutzt diesen Unterschlupf sehr gerne.

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 16.03.2007 - 15:30  



Registrierten Mitgliedern stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich an

Registrieren

Passwort vergessen?
Deutsch  Danish  Dutch  English  France  Italia  Norwegian  Poland  Russian  Swedish  Finnish