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Enoplometopus debelius - Debelius Riffhummer


. Eingestellt von robertbaur


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Enoplometopus debelius
Deutsch: Debelius Riffhummer
Vorkommen: Hawaii, Indonesien, Indopazifik
Größe: 9 cm - 10 cm
Temperatur: 24°C - 26°C
Futter: Aas\\, Frostfutter (große Sorten)\\
Aquarium: ~ 50 Liter
Schwierigkeitsgrad mittel
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Haltung Holthuis, 1983

Von Daniel Knop: Die Aquarienpflege der Riffhummer ist leicht, weil die Tiere sehr robust sind.
Trotz ihrer großen Scheren sind Riffhummer eigentlich nicht besonders aggressiv, sondern leben mit allen anderen Aquariengenossen völlig friedlich miteinander.
Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass Riffhummer innerartlich sehr aggressiv sind und darum nur als Einzelexemplar gehalten werden sollten.
Zwei Tiere der gleichen Art würden sich heftig bekämpfen, bis eines entweder zugrunde gehen oder in Panik rückwärts aus dem Aquarium springen würde.
Eine paarweise Pflege ist lediglich bei der Haltung von Männchen und Weibchen denkbar, doch das erfordert ein überdurchschnittlich großes Aquarium.
Über eine paarweise Haltung ist bei E. debelius gelegentlich berichtet worden.
Auch hat man beobachtet, dass die Weibchen Eier trugen, und Helmut Debelius hat sogar die Larven im Aquarium fotografiert,
doch die Aufzucht ist bisher noch nicht gelungen.

In Bezug auf die Wasserqualität sind die Riffhummer nicht besonders anspruchsvoll.
Das mag manchen Aquarianer erstaunen, denn in einem so prächtigen Farbenkleid erwartet man vielleicht ein besonders sensibles und empfindliches Tier.
Das trifft aber durchaus nicht zu, denn Riffhummer sind Aasfresser und Restevertilger, die sehr anpassungsfähig sind und durchschnittliche Wasserqualität
im Riffaquarium reicht ihnen völlig.

Wenn das Aquarium mit Fischen besetzt ist, die regelmäßig und ausreichend gefüttert werden, ist eine direkte Fütterung der Riffhummer nicht unbedingt nötig.
Wenn der Hummer ein Versteck gefunden hat, in dem er sich sicher fühlt, dann wird er bisweilen auch tagsüber in der Nähe des Versteckes zu sehen sein.
Bei der Fischfütterung treibt ihn dann oft der Hunger mitten in das Aquarium, wo er dann mit heftig rudernden ?Antennen? die Nahrungsquelle zu orten versucht.
Mit lebenden Artemien, Muschel- und Garnelenfleisch gelingt das besonders gut.
Wenn sie allerdings sehr hungrig sind, können sie sich an kleineren Fischen vergreifen,
die sie nachts überfallen, wenn diese schlaftrunken zwischen dem Riffgestein oder am Bodengrund liegen.
Auch eine kleine Krabbe fällt ihnen dann bisweilen zum Opfer.

Der im Bild gezeigte Hummer hat sich bei großem Hunger sogar an einem grünen Schlangenstern Ophioarachna incrassata zu schaffen gemacht
und ihm alle fünf Arme erheblich verkürzt.
Das bedeutet aber nicht, dass die Riffhummer als Räuber durch das Aquarium ziehen und kontinuierlich den Fischbestand reduzieren.
Wenn sie an der normalen Fischfütterung teilhaben, nachts Reste finden und ein oder zwei Mal pro Woche einen Brocken Fischfleisch (z. B. Speisefisch aus der Tiefkühltruhe), Muschel- oder Garnelenfleisch bekommen, muss man sich um die Fische keine großen Sorgen machen.

Ideal ist es, wenn man dem Hummer einen Versteckplatz anbietet, der so liegt, dass man ihn dort auch tagsüber beobachten kann, etwa in einer der hinteren Ecken des Aquariums.
Dort kann man ihn dann auch gelegentlich gezielt füttern, was allerdings nicht zu häufig getan werden sollte, denn schließlich soll er ja auch seine Aufgabe als Restevertilger ernst nehmen.

Hierzu eignet sich vor allem ein flacher Stein, der in Bodengrundnähe liegt.
Der Bodengrund sollte relativ feinkörnig sein (unter 5 mm) und an dieser Stelle recht hoch (5 cm oder mehr), damit der Riffhummer den Stein untergraben kann, um seine Wohnhöhle selbst zu gestalten.
Wenn im Aquarium keine besonders kleinen Fische sind, etwa winzige Zitronengrundeln, dann ist der Riffhummer E. debelius ein idealer Restevertilger für das Riffaquarium, der ebenso interessant wie nützlich ist.
Ein verstorbener Fisch, der irgendwo hinter dem Dekorationsgestein liegt, wird kaum eine Chance haben, das Wasser zu belasten, denn einen solchen Leckerbissen lässt sich der Hummer ganz sicher nicht entgehen.
Sein Appetit reicht auch aus, um einen toten Fisch mittlerer Größe zu bewältigen.

Bemerkung von Bob Hatton: Eine Erfahrung von mir in Sachen Riffhummer /Debelius' Riffhummer: Ich hatte ein Pärchen. Die lesen die Bücher nicht - harmlos usw.!
Ein Hummer hat bei mir etwa 3 Jahre überlebt, das 2. Tier noch 2 weitere Jahre.
Und..... Fische sind in dieser Zeit schon verschwunden.
Ich hatte auch kurz einen Fangschreckenkrebs im Becken, aber dieses Tier war nur 2 cm lang.
Ohne Fangschreckenkrebs, sind die Fische weiter verschwunden, rausgesprungen oder schwer verletzt gefunden.
Nur relativ neue Fische wurden gefressen, ausser Mandarinfische, Schleimfisch (salarias), die bekanntlich nicht gut schmecken.
Die Wirbellosen wurden nie angegriffen.
Jetzt, ohne Hummer, überleben auch 3 neue Mini-Fische (Chrysiptera talboti), schlafen sogar unter Steinen und werden von nichts angegriffen.

Riffhummer rausfangen: Ich habe versucht mit einem Marmeladenglas und einem Stückchen Krabbe die Hummer zu fangen - keine Chance.
Funktioniert gut mit Krebsen, aber nicht mit diesen Bürschchen.
Oder vielleicht, wenn die nur klein sind...

Plus: diese Hummer sehen absolut toll im Händlerbecken aus, aber waren bei mir immer hinten hinter den Steinen.
Würde ich nur in einem Artbecken halten.
Reichlich füttern hilft vielleicht, bis Du es 2-3 Tage vergisst - oder in Urlaub fährst - dann wird lebende Ersatznahrung wieder genommen.
Mein gelber Doktor und mein Halichoeres iridis haben alles überlebt.
Seitdem ich keinen Riffhummer mehr im Becken habe, gibts auch keinen Fischverlust mehr!!

Synonym:
Enoplometopus (Enoplometopus) debelius Holthuis, 1983

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Macrura Reptantia (Suborder) > Astacidea (Infraorder) > Enoplometopoidea (Superfamily) > Enoplometopidae (Family) > Enoplometopus (Genus) > Enoplometopus debelius (Species)
Weiterführende Links
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keineKölle Zoo Stuttgart
Kölle Zoo München
Kölle Zoo Ludwigshafen
Korallen-Outlet GbR
keine
Benutzer Kommentare (16)

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11 zakk
Dabei seit : 05.02.2008
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 67 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 84 Videos von diesem Benutzer im Lexikon hochgeladen 3
Bei mir ist der Riffhummer ein perfekter Resteverwerter, einen Übergriff auf andere Mitbewohner konnte ich nach mittlerweile 2 Jahren nicht feststellen.

Bei sachmäßiger Jod zugabe, einfach zu halten.

Er wird bei mir nicht aktiv gefüttert

Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 15.06.2008 - 15:01  
10 Sanchaz
Dabei seit : 13.07.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 4
Veränderung:

Da ich mir die riesen Arbeit ersparen wollte, alle Steine und Korallen aus dem Becken zu entfernen, hatte ich mich für die Kaltlichtkarthode (2x31cm) entschieden.(ca 8-15€)
Musste bisschen was löten um es an ein Netzteil zu bekommen.Aber nun kann ich anhand der Voltangaben die Lichthelligkeit einstellen.
Betreibe beide mit 6V
Lichtfarbe = Blau


Ich habe sie neben meiner HQI´s angebracht und läuft seit 2,5 Wochen die ganze Nacht. Seitdem habe ich keine Fischverluste mehr. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber es funktioniert.
Die Fische können jetzt den nächtlichen Räuber besser erkennen, wenn er auf Streifzug geht und sich auch in dem "leichten" Licht ein besseren und sichereren Schlafplatz suchen.
Der Hummer hat somit sein Fressverhalten ändern müssen und kommt jetzt beim Füttern mit gehobenen Scheren aus seiner Höhle. :)

Alle zwei bis drei Tage bekommt er mit einer Zange Muschelfleisch.Die restlichen Tage fängt er Mysis,Artemia,Marinemix und sogar Flocken aus dem Wasser, während ich die Fische füttere.

Die restliche Zeit des Tages verbringt er entspannt in seiner Höhle.

Schwierigkeitsgrad : kein Anfängertier
    Beitrag vom 06.08.2007 - 11:18  
9 Sanchaz
Dabei seit : 13.07.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 4
Habe den Riffhummer seit 4 Wochen.In dieser Zeit hat er mir 4 Fische, 1 Garnele und einen Percnon gibbesi zerlegt.
Ich habe ihn in diesen 4 Wochen ein einziges Mal duch das Gestein hindurchlaufen sehen.Ansonsten weis ich nicht, wo ich das Tier die ganze Zeit aufhält.Somit sind Fütterungsversuche auch zwecklos, weil ich sonst überall Fressen verstreuen müsste, in der Hoffnung, sein "Unterschlupf" zu treffen.
Über 150 Euro hat mir das Tier somit schon kaputt gemacht.Ein sehr teures Vergnügen, dafür , dass ich ihn nur ein Mal zu Gesicht bekam.
Dass er beim Füttern rauskomm, kann ich nicht bestätigen.
Ich kann von dem Riffhummer nur abraten !!!

Schwierigkeitsgrad : Expertentier!! Kaum gut Haltbar
    Beitrag vom 13.07.2007 - 09:02  
4 robertbaur
Dabei seit : 24.08.2004
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 106 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 5848 Videos von diesem Benutzer im Lexikon hochgeladen 336
Wir haben unseren Riffhummer nun seit ca. 5 Jahren, wenn es reicht. Er ist im grossen 1000 Liter Becken, wa sich nachträglich als Fehler herausstellte. Wie sehen immer nur das er noch da ist wegen der Häutung die auch ohne explizite Jodgaben zustande ommt. Anfänglich dachten wir auch daran das Fische leiden können, da komischerweise nach dem Besatz des riffhummers Fische fehlten. Nachweisen konnten wir es ihm aber nie. Seit einigen Jahren nun haben wir aber doch einen reltiv gleich bleibenden Fischbestand er nciht schrumpt, der Hummer aber lebt. Man sieht ihn mit viel Glück des Nachts mit einer Taschenlampe in seiner Höhle. Er ist echt gross geworden der gute. Wir denken wenn genug gefüttert wird macht er nichts, wenn er aber Hunger haben sollte wird er wie viele Tiere es sicher machen, auch nach etwas Fressbaren suchen.


Schwierigkeitsgrad : mittel
    Beitrag vom 29.10.2005 - 15:37  
2 gelöscht
Dabei seit : 08.04.2005
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 9
Er hat bei mir direkt am ersten Tag ne Grundel in der Mitte durchtrennt !
Lebt sehr versteckt, nur beim Füttern kommt er aus seinem Versteck. Ansonsten aber ein sehr schönes Tier !

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 08.04.2005 - 14:33  
1 Thilo Böck
Dabei seit : 16.10.2004
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 15
Halte seit ca. 16 Monaten ein paar dieser schönen Tiere. Durch die relativ leichte Geschlechtserkennung war es nicht schwer ein echtes paar Zusammen zu bekommen.

Anfänglich gab es etwas Auseinandersetzungen, und die Dame Verlor dabei ihre rechte Schere. Diese Wuchs aber rasch wieder nach, und so bewohnen die Tiere mittlerweile eine Gemeinsame Höhle.

"Sie" trägt auch Regelmäßig Eipakete. Die Aufzucht ist mir aber noch nicht gelungen.

Ausser den Geschlechtspapillen am Schwanzansatz ist eine kräftigere Farbzeichnung bei den Männchen, und eine deutlich überlegene größe auszumachen.

Das Männchen hat sich die letzten 12 Monate 7 mal gehäutet und ist nun bei gut 10 cm Größe angelangt. Das Weibchen ist deutlich darunter mit ca. 7 cm. Beide zeigen nach wie vor ein recht Scheues und verstecktes Verhalten und kommen am ehesten Abends bei reiner Blaubeleuchtung oder bei der Fütterung aus ihrer Höhle.

Deswegen ist es auch recht schwer verhaltensbeobachtungen auf einen längeren Zeitraum auszudehnen. Aufgrund dessen werden die Tiere wohl bei Gelegenehit in die Artenanlage Umziehen in ein Artenbecken um gezielter beobachtet werden zu können.

Übergriffe auf Fische, auch auf kleinere Arten wie juvenile Demoisellen, wurden bislang nicht beobachtet. Allerdings werden die Tiere täglich gezielt und Abwechslungsreich gefüttert, was nicht sehr schwer ist da ihre Wohnhöle durch eine Spritze mit Kanüle (Sonderanfertigung) leicht mit Futter zu erreichen ist.

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 07.02.2005 - 21:05  



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