| 3 |
Shardy
Dabei seit : 22.02.2006
3 |
Nicht sehr empfehlenswert für ein Riffaquarium. Einige Monate keinerlei Auffälligkeiten, bis auf die Tatsache sich die Tiere gern mit allerlei "Dingen" tarnen (ähnlich wie M. globulus), dabei aber auch nicht vor festsitzenden Tieren wie Xenien, Anthelien und sogar Palythoa sp. halt machen und diese regelrecht in großen Stücken abreißen, welche dann früher oder später von den Strömungspumpen angesaugt werden und sich dort dann zersetzen, sobald die Seeigel die Kolonien wieder freigeben.
Dann eines Tages beobachtete ich, wie eines meiner beiden Exemplare auf seinem Artgenossen saß und die Stacheln des anderen Tieres abweidete. Nachdem ich die Tiere getrennt hatte fehlten bereits etwa 75% der Stacheln. Das unterlegene Tier erholte sich, regenerierte seine Stacheln aber nur sehr langsam. Wiederum einige Monate später saß das ursprünglich unversehrte Tier erneut auf seinem Artgenossen, allerdings kam ich diesmal zu spät. Der Seeigel hatte den "Panzer" des unterlegenen Tieres bereits von oben! her aufgebrochen und den Inhalt des toten Tieres zu etwa 90% verspeist. Die Reste des Seeigels saßen erstaunlicherweise aber immer noch recht fest auf dem Untergrund.
Zuletzt hat sich das verbleibende Tier an einer Neospongodes vergriffen, 2 Äste abgebissen und ein etwa 2 Euro großes Loch in den Fuß gefressen!
Ich Rate dringend von dem Erwerb dieser Seeigelart ab.
Meine M. globulus haben nie ein solches Verhalten gezeigt und leben unter den gleichen Bedingungen. Das Fressen der Seeigelstacheln lässt vermuten, dass dem Seeigel irgendeine Substanz gefehlt hat, allerdings verwende ich an meinen Becken die Methode nach Balling und alle üblichen Messwerte liegen eher im oberen Bereich, bis auf Silikat (n.n.), Phosphat (n.n.) und Nitrat (<5mg/l). Grünalgen sind aber zugegebenerweise eher Mangelware in meinen Aquarien.
Schwierigkeitsgrad : sehr einfach |