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Pocillopora damicornis - Buschkoralle oder Himbeerkoralle


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Pocillopora damicornis
Deutsch: Buschkoralle oder Himbeerkoralle
Vorkommen: Australien , Barriere Riff, Indo Pazifik, Seychellen, West Pazifik
Größe: bis zu 20 cm
Temperatur: 24°C - 27°C
Futter: Plankton, Zooxanthellen / Licht
Aquarium: ~ 200 Liter
Schwierigkeitsgrad mittel

Haltung Pocillopora damicornis
Linnaeus, 1758

Korallen der Gattung Pocillopora:

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus. Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000 ) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.

Die Gattung Pocillopora umfasst dabei folgende Arten.
Pocillopora ankeli
Pocillopora capitata
Pocillopora damicornis
Pocillopora danae
Pocillopora effusus
Pocillopora elegans
Pocillopora eydouxi
Pocillopora fungiformis
Pocillopora indiania
Pocillopora inflata
Pocillopora kelleheri
Pocillopora ligulata
Pocillopora meandrina
Pocillopora molokensis
Pocillopora verrucosa
Pocillopora woodjonesi
Pocillopora zelli


Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen. Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten über Abschäumung und Lebendgestein eine bessere Wasserqualität zu erzeugen, sowie mit besserer Beleuchtung und besserer Calziumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf. Seit die Haltung von SPS Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.

Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen wie in der Natur und durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ihr Erscheinungsbild ändern.

Man muss allerdings festhalten dass die Korallen der Gattung Pocillopora so ein wenig in der Mitte liegen. Sie sind einfacher als viele Montipora und Acropora, wobei man ihnen allerdings die gleichen Bedingungen geben sollte.


Zu den wichtigen Parametern gehören:

Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen aus der Gattung Pocillopora benötigen eine sehr hohe Lichtstärke. Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Pocillopora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad. Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte. Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Calzium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an. Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist wie frisches Wasser. Acroporas mögen es nicht in einer gelben Brühe zu stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Alle genannten STeinkorallen lassen sich durch Fragmentation vermehren. Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier – und Umweltschutzes den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten. Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen in der Natur. Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat. So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.


Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Hohltiere (Coelenterata)
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Zoantharia
Ordnung: Steinkorallen
Wissenschaftlicher Name: Scleractinia


Hinweis:
eine gegen Fadenalgenwachstum empfindliche Koralle. Gegenüber den Wasserparametern nicht ganz so empfindlich und daher auch für den Anfänger eine gute Wahl. Leider zupfen manche Zergkaiser an der Koralle, was sie dann mit dem nicht mehr aufgehen quittiert. Weiterhin ist die Koralle ein guter Indikator für Po4. Ist kein oder nur geringe Menge P04 im Wasser erscheinen die Polypen durchsichtig.

Farbformen:
braun/weiß und braun/rosa und rosa pink

Ähliche Arten: Pocillopora danae, die aber grundsätzlich im Gerüst etwas dicker zu sein scheint.
Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
AIMs
Nautilus Aquaristik
12R-Chris
acerbis2839
Aquaforest
aquarium-kreativ
A_K
benny1006
boops
Carsten Roth
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Benutzer Kommentare (7)

Derzeit werden 3 Fachkommentare angezeigt. Weitere 4 Kommentare sind versteckt.Klicken Sie hier um alle Kommentare anzuzeigen

 
7 Aurora74
Dabei seit : 23.07.2008
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 5
Ich habe ein kleines Exemplar einer Pocillopora sp. im letzten Jahr in mein Becken im unteren Drittel eingebracht. Der Stock ist inzwischen zu beachtlicher Größe angewachsen, so dass sogar Riffbarsche sich darunter "verstecken".
Was ich aber interessanter finde, ist die Tatsache, dass ich seit einigen Wochen an verschiedenen Stellen im Becken, vor allem an der rückwärtigen Scheibe, kleine Pocillopora Ableger sehe. Diese müssen dort gewachsen sein. Sprich, die Koralle muss irgendwann abgelaicht haben und die neuen Korallen haben sich ihre Plätze gesucht und wachsen jetzt. Ich werde mal berichten, wie es mit dem Nachwuchs weiter geht.

Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 09.12.2011 - 14:36  
4 Luigi de Gaudenzi
Dabei seit : 18.11.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 6
Meine erste SPS - ich habe einen kleinen Ableger geschenkt bekommen und war ganz stolz, dass sie mir erhalten bleibt. So nach drei Monaten merke ich irgendwie, dass sie nicht nur überlebt hat, sondern sogar richtig ordentlich gewachsen ist. In meiner Erfahrung also eine gute Einsteiger-SPS.

Schwierigkeitsgrad : mittel
    Beitrag vom 17.03.2008 - 22:44  
2 Steffen Schwarz
Dabei seit : 27.04.2005
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 27 Videos von diesem Benutzer im Lexikon hochgeladen 3
Wahrscheinlich eine der einfachsten SPS.
Wächst schnell und verzeiht auch schlechtere Wasserwerte und suboptimale Platzierung bezüglich Licht und Strömung. Kommt in meinem Becken eigentlich überall gut zurecht.

Neben den oben abgebildeten existiert auch eine braune Farbform mit grünen Polypen.

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 10.03.2006 - 23:10  



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