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Acreichthys tomentosus - Seegras- oder Tangfeilenfisch


Acreichthys tomentosus - Seegras- oder Tangfeilenfisch. Eingestellt von Vigo79


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Acreichthys tomentosus
Deutsch: Seegras- oder Tangfeilenfisch
Vorkommen: Australien , Bali, Banggai-Inseln, China, Fidschi, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Mikronesien, Neukaledonien, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Sri Lanka, Sulawesi, Sumatra, Taiwan, Tasmanien, Tonga
Größe: bis zu 12 cm
Temperatur: 22°C - 28°C
Futter: Artemia (Salzwasserkrebschen)\\, Frostfutter (große Sorten)\\, Glasrosen\\, Mysis (Schwebegarnelen)\\
Aquarium: ~ 400 Liter
Schwierigkeitsgrad erfahrenen Aquarianern vorbehalten
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Nachzuchten

Die Nachzuchten von Acreichthys tomentosus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Acreichthys tomentosus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Acreichthys tomentosus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltung Acreichthys tomentosus (Linnaeus, 1758)

Diese Infos stammen von Michael Megerle:
Bis der Fisch sich eingewöhnt hatte und normal verhielt, dauerte es eine Woche.
Dann nahm er sofort Artemia an und begann auch interessiert das Becken zu inspizieren.
Der Seegrasfeilenfisch scheint bei mir ein Allesfresser mit Vorliebe für Anemonen zu sein.

In meinem Becken hat er sich, nach bisher 4 wöchiger Hälterungsdauer, seinen "Speisezettel" (in dieser Reihenfolge) folgendermaßen gestaltet: 14 Tage nach Einsetzen des Fisches war das Thema Glasrosen und Majanos erledigt.
Zuerst hat er die Glasrosen gefressen (auch die ganz großen) und dann die Majanos.
Allerdings hielten sich die Plagen bei mir in Grenzen – ich hatte auch vor Einsetzen des Fisches keine Majano- oder Glasrosenteppiche im Becken ;-).
Aber auch dafür hätte er sicher nur unwesentlich länger gebraucht...
Wenn Acreichthys tomentosus einmal etwas ins Visier genommen hat, dann bleibt er unermüdlich dran!
Nachdem das Thema Minianemonen erledigt war, hat er sich (nach einigen Tagen Pause) mit dem selben Eifer über zwei verschiedene Arten von Xenia´s hergemacht!
Auch diese waren nach wenigen Tagen kein Thema mehr...
Danach ist er auf eine großpolypige Steinkoralle losgegangen, die ich deshalb aus dem Becken entfernen musste.
Was er sporadisch auch frisst, sind Krustenanemonen und Bäumchenweichkorallen – diese aber bisher nicht gezielt und nicht mit der selben Ausdauer, wie die vorgenannten Dinge.
Ab und zu beißt er – anscheinend aber nur, um mal zu probieren – in eine SPS-Koralle, ohne diese aber dauerhaft zu schädigen.

Auch habe ich ihn schon dabei beobachtet, wie er versucht hat, eine Astrea-Schnecke von der Seite her "zu vernaschen".
Diese ist jedoch schnell in Deckung gegangen. Ebenso interessiert hat er auch schon meine kleinen Sexy Shrimps beäugt.
Die haben aber einen Hüpfer in eine Hystrix gemacht, als es ihnen zu "mulmig" geworden ist.

Meine Tridacna-Muscheln, alle Arten von Röhrenwürmern und alles was sonst noch so kreucht und fleucht, hat er bisher nicht angetastet.
(Obwohl Prof. Ellen Thaler schreibt, dass er eine Vorliebe für Röhrenwürmer hätte).
Auch eine "Wiese" mit Anthelia, die ich eigentlich gerne noch los wäre, straft er bisher mit Verachtung ;-).
Der Seegrasfeilenfisch ist sicher dann die richtige Wahl, wenn in einem Becken der Besatzschwerpunkt auf SPS-Steinkorallen liegt.
Auf großpolypige Steinkorallen muss man sicher verzichten, obwohl ich mehrere Fungias und eine Cynarina halte, die er bisher überhaupt nicht beachtet.
Auch wenn man einen gemischten Besatz mit Weichkorallen und Anemonen in seinem Becken pflegt, ist der Seegrasfeilenfisch aufgrund seines Speisezettels sicher nicht der ideale Zeitgenosse, da er darin auf Dauer vermutlich einiges "platt macht" ;-).

Der Fisch hat jedoch ein sehr interessantes Verhalten und ist – sowohl vom Aussehen, als auch vom Verhalten her – ein schöner Kontrast zu den übrigen Fischen im Becken.

Er ist in der Lage, blitzschnell seine Farben und Muster an die Umgebung anzupassen.
Nachtrag: Vor ein paar Tagen hat der Feili sein wahres Gesicht gezeigt ;-).
Obwohl gut und abwechslungsreich gefüttert (Krill, Artemia, Muscheln, Grünfutter), hat er begonnen, massiv an den Steinkorallen herumzufressen.
Und zwar auch an allen Kleinpolypigen (Acro, Stylo, Monti).
Ich habe den Feilenfisch deshalb aus dem Steinkorallenbecken entfernen und in ein Artenbecken übergesiedelt.
Das Herausfangen war in 10 Sekunden passiert.
Man konnte ihn fast mit der Hand aus dem Becken heben.
Insofern ein einfacheres Unterfangen, als beispielsweise bei einem Falterfisch.
Es ist demnach definitiv nicht nur so, dass der Feilenfisch selektiv Anemonen, Weichkorallen und großpolypige Steinis verbeißt.
Vielmehr hat die Beobachtung gezeigt, dass er – je nach Individuum und nach Lust und Laune – unspezifisch an alles geht, was ihm in die Quere kommt (entweder früher oder später).

Dabei ist nicht einmal sicher, ob er das Gewebe der Steinis frißt oder ob er nur dran rumbeißt, damit er etwas zu tun hat.
Denn normalerweise spuckt er das Gewebe, nachdem er es abgebissen hat, immer wieder aus.
Abschließend kann man sagen, dass der Seegrasfeilenfisch für die Glasrossen und Majanobekämpfung ein sicherer Tipp ist!
Allerdings kann er in einem Korallenriffbecken mit Schwerpunkt auf Steinkorallen in der Regel nur ein Gast auf Zeit sein.
Aus diesem Grund sollte man schon beim Kauf mit dem Händler über eine Rückgabe reden (Natürlich nicht zum vollen, sondern vielleicht zum halben Preis).
Alternativ muss man ein eingefahrenes Spezialaquarium haben, in welches man das Tier bei Bedarf übersiedeln kann.
Auch muss bedacht werden, dass die Plagegeister nach einiger Zeit langsam wieder auftauchen können, wenn dieser Fressfeind nicht mehr da ist.
In dem Fall wird man die Dienste des Seegrastirolers noch einmal in Anspruch nehmen müssen ;-).
Burgess gibt die Grösse mit 10 cm an.
Das stimmt jedoch nicht – in der Regel werden sie im Aquarium wohl ca. 15 - 20 cm erreichen.
In der Natur sind es dann eher gute 30 cm.
*******************************************************************

ZUSATZ: Das von Michael Megerle beschriebene Verhalten in Bezug auf Glasrosen und Majanos wurde mehrfach bestätigt.
Allerdings gibt es auch gegenteilige Berichte, in denen der Feilenfisch partout nicht an diese Anemonen gehen wollte.
Es scheint hier möglicherweise individuelle Vorlieben bezüglich des Futters zu geben...

Inzwischen wurde dieser Feilenfisch schon erfolgreich nachgezogen.

Synonyme:
Balistes tomentosus Linnaeus, 1758
Monacanthus tomentosus (Linnaeus, 1758)
Parvagor tomentosus (Linnaeus, 1758) (misspelling)
Pervagor tomentosus (Linnaeus, 1758)
Stephanolepis tomentosus (Linnaeus, 1758)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Tetraodontiformes (Order) > Monacanthidae (Family) > Acreichthys (Genus) > Acreichthys tomentosus (Species)

Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
Fishbase
Hippocampus Bildarchiv
Nachzucht Artikel auf Korallenriff.de
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Kölle Zoo Nürnberg GmbH & Co.KG
Kölle Zoo Stuttgart
Korallen-Outlet GbR
keine
Benutzer Kommentare (48)

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40 burnah
Dabei seit : 03.08.2009
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 7
habe mittlerweile 2 dieser fische, da sie mich total begeistern: ihre schwimmweise, ihr vermögen die farbe blitzschnell zu ändern und nicht zuletzt dass sie meine glasrosen plage (so viele, unzählbar!) vernichtet haben.

habe mir nach längerer recherche im netz ein weibchen zu meinem männchen besorgt, geschlechtsunterschiede sind folgende: die männchen haben an der schwanwurzel borsten wie ein klettverschluss, die weibchen haben so einen nicht. wenn man beim händler mal ein becken mit mehreren tieren gesehen hat wird man feststellen dass das ziemlich eindeutig ist. als weiteren unterscheidungspunkt gibt es noch eine einbuchtung vor der afterflosse, die ebenfalls nur das männchen besitzt. meine zwei verstehen sich meistens ganz gut, hin und wieder wird geschubst. ich schätze sie müssen sich erst noch mehr an einander gewöhnen und auswachsen, sind erst seit zwei monaten gemeinsam im becken.

fressen bisher hauptsächlich gefrorene mysis, etwas anderes rühren sie nicht an. sie sind jedoch den ganzen tag im becken unterwegs und suchen die steine nach fressbarem ab. manchmal sind sie so gut getarnt dass man längere zeit benötigt um beide zu finden, obwohl mein becken nur 200 liter hat. sie scheinen auf gorgonien zu stehen, um sich zu verstecken, auch die kriechsprossalgen caulerpa prolifera haben sie gern als aufenthaltsort.

tolle fische, hoffe meine werden mal für nachwuchs sorgen, nachzucht ist in gefangenschaft schon gelungen. fotos folgen...

Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 03.02.2012 - 20:37  
39 heromountains
Dabei seit : 09.04.2011
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 9
Die optimal Lösung für Glasrosengeplagte !!!

Gegen meine Glasrosen habe ich ja schon vieles ausprobiert.Nachdem Glasrosenfressende Nacktschnecken (Berghia) und Wurdemanns Garnele
leider auf Dauer nichts gebracht haben, und ich nicht ewig spritzen möchte.Habe ich mir vor 2 Tagen einen sehr kleinen Acreichthys tomentosus - Seegras- oder Tangfeilenfisch zugelegt.
Seinem Vorbesitzer hat er das ganze AQ Glasrosenfrei hinterlassen. Der Händler sagte mir ja, da er erst vom Vorbesitzer zurückgebracht wurde, daher würde es wohl einige Wochen zum eingewöhnen brauchen, bis er an meine Glasrosen geht. Als er dann gestern beim füttern direkt an das Frostfutter gegangen ist befürchtete ich schon nichts Gutes, manche Händler erzählen ja viel wenn der Tag lang ist, der Umsatz muss ja stimmen ;-(
Nun bin ich gerade von der Arbeit nach Hause gekommen, und was soll ich sagen. Ich habe meinen Augen nicht getraut, ich hatte vorne in der rechten Ecke vor meinem grünen Krustenanemonen-Stein eine kleine Glasrosenwiese mit bestimmt 10 Glasrosen.
Alle weggefressen.
Es sieht wieder einmal so aus als hätte ich, wie fast immer bisher, einen Glücksgriff unternommen, oder erneut mega Dusel gehabt.
Fazit: Mein Kumpel, der Nachfolgebesitzer, kann sich schon mal sehr freuen.
Er sagte zwar ich hätte Geschmacksverirrungen da das Teil so hässlich wäre, was ich aber gar nicht so sehe. Finde ihn total cool, und würde ihn dann auch ohne Glasrosenplage zurücknehmen, "schaun mer ma" wie schnell er an Größe zulegt.
Wie gesagt ist er ja auch an das normale Futter gegangen. Man könnte ja aber auch einen kleine Stein mit Glasrosen, haben ja viele Händler in ihren Becken liegen, ins AQ einbringen, hihihi....

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 23.01.2012 - 18:51  
37 Netter110
Dabei seit : 02.05.2010
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 2
Habe diesen Feilenfisch etwa 10 Monate. Frisst bei mir weder Glasrosen, Xenien noch sonst irgendwelche Wirbellosen. Dafür aber das ihm gereichte Frostfutter (alle Sorten) und Granulatfutter in Mengen. Vielleicht liegt es auch einfach an der Akzeptanz des ihm gerreichtn Futters ob er Wirbellose frisst oder nicht. Das gilt ja auch für andere Fischarten. Zudem ist er in den 10 Monaten nicht einen Zentimeter gewachsen (im 600l-Becken)und ist nach wie vor ca 7 cm. Aber Alles in Allem ein putziges Kerlchen mit Tarnqualitäten ;-)

Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 23.07.2011 - 21:50  



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