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Nausithoe sp. - Kranzqualle


Nausithoe. Eingestellt von Martin Strich


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Nausithoe sp.
Deutsch: Kranzqualle
Vorkommen: Indopazifik
Größe: 4 cm - 5 cm
Temperatur: 22°C - 27°C
Futter: Artemia-Nauplien\\, Brachionus (Rädertierchen)\\, Futtergranulat\\, Nahrungsspezialist\\, Staubfutter\\, Zooplankton (Tierisches Plankton)\\, Zooxanthellen / Licht\\
Aquarium: ~ 30 Liter
Schwierigkeitsgrad Expertentier!! Kaum gut Haltbar
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Haltung Beschreibung von Detlef Klose; Bilder von Ralph Bogusch.

Vorkommen:
Flachwasserzone / Riffdach im Indopazifik
Wie die meisten Quallenarten sind sie auf die Küstennähe beschränkt, da sie zu ihrer Fortpflanzung während der Polypengeneration (festsitzende Lebensweise) auf geeignetes Substrat angewiesen sind.

Wird meistens im dem Polypenstadium übers Lebendgestein ins Becken gebracht.
Das Polypenstadium wird oftmals als sessile Form einer Schnecke oder eines Wurmes angesehen.
Wer denkt schon an Quallen?

Der Polyp erzeugt als Schutz vor Fressfeinden eine 1,5 - 3 cm große und etwa 2 mm breite, braune Röhre, die wie Chitin oder Horn aussieht.

Der Polyp wird etwa 1- 2 cm lang und kann durch vegetative/asexuelle Vermehrung dichte Kolonien bilden.
Die einzelnen Polypen bleiben jedoch getrennt. Die Polypen besitzen Zooxanthellen (daher auch die Braunfärbung) und sollten gut beleuchtet werden.
Sofern sie stark beleuchtet werden, bilden die Tentakel und die Mundscheibe eine grün fluoreszierende Farbe aus (Anm. R. Bogusch).

Zusätzlich benötigen die Polypen weitere Nahrung wie zum Beispiel Zooplankton (z.B. Rädertierchen), Nauplien und feinstes Flockenfutter usw.
Unter feinstem Granulatfutter wachsen sie besonders schnell & bilden sehr lange Röhren (UltraSeafan in meinem Fall; Anm. R. Bogusch).

Wenn die Polypen gut genährt sind, können sie durch auslösende Faktoren (z.B. Wasserwechsel, Strömung-, Temperatur- oder Lichtänderungen, Salz- oder Jodkonzentration) per Strobilation Ephyra-Larven (Baby-Meduse!) ausstoßen.

Bei mir (Klose) trat dies oft nach Wasserwechsel und gleichzeitigem reinigen der Pumpen / Abschäumer (mit einhergehenden Ausschalten der Aggregate!) auf.

Bei der Strobilation, zieht sich der Polyp in die chitin- / hornartige Röhre zurück und schnürt quer durch den Körper mehrere kleine Scheiben ab, die sich zu Ephyra-Larve (Medusen-Larve; Baby-Meduse) bilden.

Bei der Strobilation bleibt ein Polypenrest übrig der sich regenerieren kann und noch mehrere Male strobilieren kann.

Bei mir (Klose) überdauerte eine durch LS eingeschleppte Kolonie fast 17,5 Jahre und verging, wie ich vor kurzem feststellen musste, weil das Licht und die Strömung durch den Wuchs von plattenförmig wachsende Moniporas von der Kolonie abgehalten wurde.


Die Ephyra wachsen nach der Ablösung vom Polypen im freien Wasser mit Hilfe eigener Zooxanthellen und durch die Ernährung durch Zooplankton zu geschlechtsreifen Medusen.

Sie bewegen sich durch pulsierende Schirmbewegungen bei leicht bewegtem Wasser.

Da das anfängliche Medusenstadium nur wenige Millimeter (etwa 2 mm) beträgt, wird dieses Stadium in den zum Teil sehr großen Meeresaquarien übersehen.

Die ausgewachsene Meduse wird vermutlich kleiner als 5 cm sein. Manche Autoren schreiben auch von max. 2 cm. Dies ist meines Wissens aber noch nicht erforscht worden und es wird auch nirgends auf wissenschaftliche Erkenntnisse verwiesen.

Ich (Klose) konnte die Medusen nicht länger als etwa 1 Woche halten.
Schon alleine dadurch nicht, da ich das Becken nicht seiner Strömung berauben wollte, da dies sicherlich den anderen Tieren geschadet hätte.

Bei starker Strömung jedoch, werden die Medusen in die Filter/Pumpen gezogen oder auf die Steine / Korallen geschlagen, wo sie sich verfangen oder zerrissen werden.
Ich halte aber auch den Mangel an genügend Plankton für ein Scheitern verantwortlich.
Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
keinekeinefabofab
Benutzer Kommentare (5)

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5 Chewbacca

Dabei seit : 20.03.2012
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 415
Habe mehrere Kolonien von dieser oder einer ähnlichen Spezies. Fluoreszieren grün. Zufüttern tu ich sie nicht und viel Licht haben sie auch nicht, sie vermehren sich jedoch gut. Quallen habe ich noch keine beobachten können, habe wahrscheinlich zu viel Strömung dafür. Beim Kugelalgen entfernen habe ich letztens die Polypen versehentlich angefasst. Achtung! Stechen! Tut nicht sehr weh, da sie sehr klein sind, ist jedoch unangenehm. Nach 3 tagen bekam ich Blasen am betroffenem Finger und nach 5 Tagen hatte ich die Schnauze voll (die Schmerzen halten an) und habe mir den Finger absichtlich verbrüht. Funktioniert! Wenn gestochen Finger bis zur Schmerzschwelle in heißes (60°C) Wasser halten. Dann ists weg!

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach

--
Gruss Robin Gauff
    Beitrag vom 02.03.2014 - 12:57  



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