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Corythoichthys intestinalis - Drachenkopf-Seenadel


4 Bilder:
Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich:
Corythoichthys intestinalis  

Deutsch:
Drachenkopf-Seenadel  


Größe:
bis zu 20 cm  

Temperatur:
23°C - 27°C  

Futter:
Nahrungsspezialist  

Aquarium:
~ 300 Liter

Schwierigkeitsgrad
erfahrenen Aquarianern vorbehalten  




Haltung Eine sehr schwer zu haltende Seenadelart, die aber wunderhübsch ist. Die Haltung ist in einem Spezialbecken mit nur zarten Tieren möglich, sofern eine Futteraufnahme erreicht werden kann. Frisst meist nur lebendes Futter Copeopoden oder lebende Artemia... Alles an Kleinstierchen im Aquarium. Sollte nur von Liebhabern gepflegt werden!
Links
Handel keine
Züchter keine
Benutzer Kommentare (5)

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3 Onophrio
Dabei seit : 29.03.2008
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 5
Diese Tiere sind ausgesprochen anspruchsvoll. Kritische Punkte sind v.a.:

-> sehr transportempfindlich
-> fressen wenig auf einmal, dafür aber den ganzen Tag über
-> zarte und langsame Schwimmer, daher nichts für ein normales Riffbecken.

Mir ist bekannt dass diese Art erfolgreich in großen, alteingefahrenen (> 3 Jahre) Becken ohne aktivere Arten (Riffbarsche, Doktorfische etc. etc.) gehalten wird. Dort finden sie genug Kleingetier das sie den ganzen Tag über jagen. Allerdsings sind solche Becken eher die Ausnahme da in großen Becken normalerweise größere und schnellere Fische gehalten werden.

In einem kleinen Becken, das dann sowohl Sandfläche als auch Unterschlupf und Algenbewuchs (Chaetomotpha, Caulerpa) haben sollte, könnten C. intestinalis mit z.B. kleineren Seepferdchen und anderen liegenden Seenadeln vergesellschaftet werden.

Dort stellt sich aber das Futterproblem:
C. intestinalis hat definitiv ein zu kleines Maul um Lobstereier oder erwachsene Artemien oder gar Mysis zu fressen. Es müssen also Artemianauplien stets lebendig verfüttert werden.

Dabei entsteht folgendes Problem: Man müsste Artmien mehrmals täglich frisch ansetzen, um sie jeweils sofort nach dem Schlupf zu verfüttern, um einen Nährstoffgehalt zu garantieren. Ein paar Stunden hnach dem Schlupf haben die Artemien nur noch einen Nährstoffgehalt vergleichbar mit Sägespänen, die Seenadeln verhungern damit obwohl sie fressen.
Wir verfüttern 4 Tage alte Artemien, die vom 3. auf den 3. Tag mit Super Selco angereichert werden. Daber kommen die Artemien in frisches Wasser mit ca. 5 Tropfen SuperSelco (1:10 mit Wasser verdünnt) / Liter Wasser und werden 24 h beblubbert. Danach werden die Artemien abgesiebt und unter frischem Meerwasser abgespült, da die Seenadeln Artemien mit Selco oder ähnlichem anhaftendem verschmähen. Das Selco wird nur als Darminhalt der Artemien mit aufgenommen.

Von diesen Artemien wird dann dreimal pro Tag gefüttert, jeweils für mindestens eine Stunde muss dann die ohnehin schwache Strömung ausgeschaltet werden um die Artemien lange in Schwebe zu halten.

Das ist die Methode die am ehesten funktioniert, jedoch hatten wir auch schon einige Nadeln die selbst lebende Artemien verweigert haben und innerhalb von Tagen gestorben sind.

Also sollte sich der Käufer gut überlegen wie viel Aufwand ihm diese sehr hübschen und interessanten Tiere wert sind.





Schwierigkeitsgrad : Expertentier !! Kaum gut Haltbar
    Beitrag vom 04.09.2008 - 08:46  
1 Ralph
Dabei seit : 28.10.2004
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 6 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 19 Videos von diesem Benutzer im Lexikon hochgeladen 1
Zunächst einmal ist der Name "Liegende Seenadel" in ruhigen Aquarien (keine großen, schnellen Fische) irreführend: Die Tiere "kriechen" meist schlangengleich & fressenderweise umher. Gute Schwimmer sind sie zudem, d.h. schwimmen oftmals quer durchs Aquarium, um eine andere Seenadel zu "besuchen" bzw. Balz- oder Kampfspiele abzuhalten.

In meinem Becken gibts tausende max. 1mm-große bodenlebende asselförmige Krebse, sowie Flohkrebse, und wohl noch viele andere Arten unterhalb der Erkennbarkeit. Die Nadeln sieht man fast dauernd nicht erkennbares Futter einsaugen. Ab einer Futtergröße von etwa 0,5 mm scheint es, daß die Beute oft nicht verschluckt wird, sondern dann gerne auf den Nadeln rumspaziert (bis diese sich ihrer durch Schütteln entledigen). 2-stündlich wird automatisch Staubfutter ins Aquarium gegeben, sonst keine Nahrung. Davon ernähren sich unter anderem die Mini-Futter-Krebse!

Meiner Erfahrung nach sollte
1.) ausreichend Lebendfutter im Aquarium sein, damit die Nadeln unabhängig von einer Fütterung dauernd fressen können. Ihre Nahrung ist sehr klein & sie fressen ziemlich genießerisch, ich meine langsam ;)
2.) keine stressigen Mitbewohner vorhanden sein. Bei mir nur ein LSD-Fisch und diverse 3cm-Gobies. Erst dann entwickeln die Seenadeln ein natürliches Verhalten (in freier Natur können sie sich schließlich hinreichend ruhige Ecken suchen).
3.) mehrere Tiere gehalten werden. Nachdem ich meinen ersten beiden zwei zugesellt hatte, waren alle sofort aktiver, vor allem interessierter an allem. Die Tiere zeigen ein sehr komplexes Gruppenverhalten, und scheinen mir überhaupt "schlauer" als einem auf den ersten Blick scheint ;) Selten war ich so begeistert von Meerestieren!

Schwierigkeitsgrad : kein Anfängertier
    Beitrag vom 28.10.2004 - 20:24  



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