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Capnella imbricata Bäumchenweichkoralle, Keniabäumchen

Capnella imbricata wird umgangssprachlich oft als Bäumchenweichkoralle, Keniabäumchen bezeichnet. Haltung im Aquarium: Sehr einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Muelly

Capnella sp., Grünes Keniabäumchen (c) Muelly 2026

Zusammengezogen metallisch grün, expandiert braun


Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
565 
AphiaID:
287333 
Wissenschaftlich:
Capnella imbricata 
Umgangssprachlich:
Bäumchenweichkoralle, Keniabäumchen 
Englisch:
Kenya Tree Coral, African Tree 
Kategorie:
Weichkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Nephtheidae (Familie) > Capnella (Gattung) > imbricata (Art) 
Erstbestimmung:
(Quoy & Gaimard, ), 1833 
Vorkommen:
Australien, Bandasee, Indonesien, Indopazifik, Mikronesien, Ost-Afrika, Papua-Neuguinea, Philippinen, Sulawesi, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
1 - 15 Meter 
Habitate:
Gezeitenzone, Korallenriffe, Meerwasser, Riffhänge 
Größe:
20 cm - 30 cm 
Temperatur:
24°C - 28°C 
Futter:
Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 100 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Sehr einfach 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-05-07 13:16:45 

Nachzuchten

Capnella imbricata lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Capnella imbricata haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

Capnella imbricata (Quoy & Gaimard, 1833)

Keniabäumchen (Capnella) sind Weichkorallen (Alcyonacea). Sie wachsen baumartig verzweigt. Den Namen haben sie im übrigen deshalb erhalten weil sie von der Ostafrikanischen Küste exportiert wurden. Capnella-Korallen sind baumartig, einige Arten sind gelappt. Im Allgemeinen sind sie grau mit braunen Polypen. Die Farbintensität hängt von der Lichtintensität ab; je höher die Lichtintensität, desto heller die Farbe der Koralle. Sie bilden dicke Stämme mit Ästen, die Bäumen ähneln. In stärkeren Strömungen bilden sie flachere Kolonien mit kürzeren Ästen.

Keniabäumchen (Capnella) sind im gesamten indopazifischen Raum weit verbreitet,von der afrikanischen Küste bis in den westlichen Pazifik. Man findet sie an den Hängen von Korallenriffen in klarem Wasser, von der Tiefzone bis in die Flachwasserbereiche, wo starke Gezeitenströmungen herrschen. Gelegentlich sind sie auch an schattigeren Stellen sowie auf Korallenschutt im flachen Wasser nahe der Küste anzutreffen.

Sie verfügen über symbiotische Algen, aus denen sie den Großteil ihrer Nährstoffe beziehen.

Es wurde asexuelle Fortpflanzung beobachtet. Sie bilden markante Verdickungen an der Basis eines Astes, der sich anschließend durch Spaltung an dieser Stelle ablöst. Der Ast verankert sich daraufhin an einer neuen Unterlage und bildet eine neue Kolonie. Sie können sehr rasch anhaften und sind bereits innerhalb eines Tages fest verankert. Kolonien können sich biegen und erneut am Fels festwachsen, entweder direkt oder durch „kriechendes“ Wachstum und Teilung an der Basis.

Die Capnella-Bäumchen vermehren sich sehr einfach von selbst. Alle paar Wochen pumpt sich ein Arm auf und trennt sich dann vom Muttertier ab, indem er sich von der Strömung mitnehmen lässt. Der abgetrennte Arm wird von uns auf einem Stein befestigt. Er befestigt sich aber auch selbstständig an der Landungsstelle.

Die Korallen wachsen sehr schnell wieder zu einer guten Größe heran. Was uns aber auffiel ist, dass sie nicht so nah an Lederkorallen stehen sollten, da diese dann Nesselspuren zeigen. [Capnella vernesselt Lederkoralle]

Es ist eine recht anspruchslose Weichkoralle, die sich selbst gut vermehrt. Je mehr Licht und gelöste Stoffe im Wasser, desto höher die Vermehrungsrate.

Es gibt wissenschaftliche Studien über Capnella impricata, die den Stoff Capnellen enthält. Capnellen ist ein natürlich vorkommendes tricyclisches Kohlenwasserstoff, welcher von *Capnella imbricata* abstammt – einer in Indonesien beheimateten Weichkorallenart. Seit den 1970er Jahren stand Capnellen aufgrund seiner Stereochemie, seiner Funktionalität sowie der interessanten Geometrie seines Kohlenstoffgerüsts im Fokus der Synthesebestrebungen zahlreicher Forscher. Zahlreiche Alkoholderivate des Capnellens haben Potenzial als Chemotherapeutika mit antibakteriellen, entzündungshemmenden und antitumorale Eigenschaften gezeigt.

Interessanter Weise gibt es eine Vielzahl von wissenschaftlichen Papern, die sich mit den stofflichen Eigenschaften von Capnella imbricata beschäftigen, jedoch keine Informatioen zur Beschreibung der Weichkoralle im allgemeinen.

Synonyme:
Alcyonium imbricatum Quoy & Gaimard, 1833 (original combination)
Ammothea imbricata (Quoy & Gaimard, 1833) (changed combination)
Capnella capitulifera (Wright & Studer, 1889) (synonym)
Capnella philippinensis Light, 1913 (synonym)
Paranephthya capitulifera Wright & Studer, 1889 (synonym)
Paraspongodes capitulifera (Wright & Studer, 1889) (synonym)

Weiterführende Links

  1. Biodiversity Heritage Library (en). Abgerufen am 07.05.2026.
  2. Wikipedia (de). Abgerufen am 07.05.2026.
  3. Wikipedia (en). Abgerufen am 07.05.2026.
  4. Wikipedia (en). Abgerufen am 07.05.2026.



Bilder

Allgemein

Capnella imbricata,Copyright Muelly
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Capnella imbricata - Ableger Copyright Muelly
1
Capnella imbricata - vermehrt sich- Copyright Muelly
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Capnella imbricata
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Erfahrungsaustausch

am 16.01.16#17
Diese Koralle ist von den Pflegebedingungen her ein super Anfängertier, aber...

Die Koralle nesselt, sie hat meine Monti-Platte halb "durchgenesselt". Die eigene Art wird dabei komischer Weise keinerlei vernesselt.

Sie zeigt ein extrem starkes Wachstum das definitiv nicht zu unterschätzen ist!
Ich habe mit einem kleinen Ableger angefangen, welcher sich innerhalb von 2 Jahren auf mindestens 35 vermehrte, diese Äste hat sie selbst abgetrennt.
Der einzige Weg diese Plage los zu werden war so viele wie möglich zu verschenken oder verkaufen, nun sind es "nur" noch 18-20.

Ansonsten ein einfacher Pflegling der keine Zufütterung oder starkes Licht benötigt.
Strömung ist ihr ziemlich egal, sie blüht sowohl bei schwacher als auch starker.

Aufgrund seines Wachstums nur bedingt für kleine Becken geeignet


am 04.04.14#16
Anfangs sehr schön, um überschüssige Nährstoffe aus dem neuen Becken zu bekommen. Hat sie sich einmal eigelebt, wird sie auf Dauer mindestens so zur Plage, wie Xenien. So viele Seitenarme, wie sie bei mir abwirft, kann man nicht verschenken.

Eine meiner Fungia ist außerdem dem Nesselgift der Capnella zum Opfer gefallen. Sie wurde so stark vernesselt, dass ich glaube sie macht es nicht mehr lange.
Eine Wulstkoralle steht auch viel besser da, seit ich die Capnela in die hinterste Ecke verbannt habe. Wer die Capnella haben will, kann sich gern melden ;)
am 15.11.13#15
Muss leider auch von der kräftigen Nesselwirkung berichten, Capnella hat bei mir eine Metalcyonium verseveldti, Sinularia brassica und eine Rhodactis ordentlich vernesselt, selbst das robuste Affenhaar hat ihr ein quer-drüberliegen mit ein paar Schmoll-Tagen gezollt.
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