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Enoplometopus antillensis - Roter Atlantik Riffhummer
3 Bilder:
Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich:
Enoplometopus antillensis
Deutsch:
Roter Atlantik Riffhummer
Vorkommen:
Asencion, Golf von Mexiko, Ost-Atlantik, St. Helena, West-Atlantik
Größe:
bis zu 13 cm
Temperatur:
15°C - 25°C
Futter:
Artemia, Fische (kleine Fische), Frostfutter (große Sorten), Mysis
Aquarium:
~ 500 Liter
Schwierigkeitsgrad
einfach
Haltung
Enoplometopus antillensis Lütken, 1865
Allgemeines zur Gattung von Daniel Knop:
Die Aquarienpflege der Riffhummer ist leicht, weil die Tiere sehr robust sind.
Trotz ihrer großen Scheren sind Riffhummer eigentlich nicht besonders aggressiv, sondern leben mit allen anderen Aquariengenossen völlig friedlich miteinander.
Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass Riffhummer innerartlich sehr aggressiv sind und darum nur als Einzelexemplar gehalten werden sollten.
Zwei Tiere der gleichen Art würden sich heftig bekämpfen, bis eines entweder zugrunde gehen oder in Panik rückwärts aus dem Aquarium springen würde.
Eine paarweise Pflege ist lediglich bei der Haltung von Männchen und Weibchen denkbar, doch das erfordert ein überdurchschnittlich großes Aquarium.
Über eine paarweise Haltung ist bei E. debelius gelegentlich berichtet worden.
Auch hat man beobachtet, dass die Weibchen Eier trugen, und Helmut Debelius hat sogar die Larven im Aquarium fotografiert, doch die Aufzucht ist bisher noch nicht gelungen.
In Bezug auf die Wasserqualität sind die Riffhummer nicht besonders anspruchsvoll.
Das mag manchen Aquarianer erstaunen, denn in einem so prächtigen Farbenkleid erwartet man vielleicht ein besonders sensibles und empfindliches Tier.
Das trifft aber durchaus nicht zu, denn Riffhummer sind Aasfresser und Restevertilger, die sehr anpassungsfähig sind und durchschnittliche Wasserqualität im Riffaquarium reicht ihnen völlig.
Wenn das Aquarium mit Fischen besetzt ist, die regelmäßig und ausreichend gefüttert werden, ist eine direkte Fütterung der Riffhummer nicht unbedingt nötig.
Wenn der Hummer ein Versteck gefunden hat, in dem er sich sicher fühlt, dann wird er bisweilen auch tagsüber in der Nähe des Versteckes zu sehen sein.
Bei der Fischfütterung treibt ihn dann oft der Hunger mitten in das Aquarium, wo er dann mit heftig rudernden Antennen die Nahrungsquelle zu orten versucht.
Mit lebenden Artemien, Muschel- und Garnelenfleisch gelingt das besonders gut.
Wenn sie allerdings sehr hungrig sind, können sie sich an kleineren Fischen vergreifen, die sie nachts überfallen, wenn diese schlaftrunken zwischen dem Riffgestein oder am Bodengrund liegen.
Auch eine kleine Krabbe fällt ihnen dann bisweilen zum Opfer.
Der im Bild gezeigte Hummer hat sich bei großem Hunger sogar an einem grünen Schlangenstern Ophioarachna incrassata zu schaffen gemacht und ihm alle fünf Arme erheblich verkürzt.
Das bedeutet aber nicht, dass die Riffhummer als Räuber durch das Aquarium ziehen und kontinuierlich den Fischbestand reduzieren.
Wenn sie an der normalen Fischfütterung teilhaben, nachts Reste finden und ein oder zwei Mal pro Woche einen Brocken Fischfleisch (z. B. Speisefisch aus der Tiefkühltruhe), Muschel- oder Garnelenfleisch bekommen, muss man sich um die Fische keine großen Sorgen machen.
Ideal ist es, wenn man dem Hummer einen Versteckplatz anbietet, der so liegt, dass man ihn dort auch tagsüber beobachten kann, etwa in einer der hinteren Ecken des Aquariums.
Dort kann man ihn dann auch gelegentlich gezielt füttern, was allerdings nicht zu häufig getan werden sollte, denn schließlich soll er ja auch seine Aufgabe als Restevertilger ernst nehmen.
Hierzu eignet sich vor allem ein flacher Stein, der in Bodengrundnähe liegt.
Der Bodengrund sollte relativ feinkörnig sein (unter 5 mm) und an dieser Stelle recht hoch (5 cm oder mehr), damit der Riffhummer den Stein untergraben kann, um seine Wohnhöhle selbst zu gestalten.
Wenn im Aquarium keine besonders kleinen Fische sind, etwa winzige Zitronengrundeln, dann ist der Riffhummer E. debelius ein idealer Restevertilger für das Riffaquarium, der ebenso interessant wie nützlich ist.
Ein verstorbener Fisch, der irgendwo hinter dem Dekorationsgestein liegt, wird kaum eine Chance haben, das Wasser zu belasten, denn einen solchen Leckerbissen lässt sich der Hummer ganz sicher nicht entgehen.
Sein Appetit reicht auch aus, um einen toten Fisch mittlerer Größe zu bewältigen.
Bemerkung von Bob Hatton: Eine Erfahrung von mir in Sachen Riffhummer /Debelius' Riffhummer:
Ich hatte ein Pärchen.
Die Hummer lesen die Bücher nicht, von wegen harmlos usw.!
Ein Hummer hat bei mir etwa 3 Jahre überlebt, das 2. Tier noch 2 weitere Jahre.
Und..... Fische sind in dieser Zeit schon verschwunden.
Ich hatte auch kurz einen Fangschreckenkrebs im Becken, aber dieses Tier war nur 2 cm lang.
Ohne Fangschreckenkrebs, sind die Fische weiter verschwunden, rausgesprungen oder schwer verletzt gefunden.
Nur relativ neue Fische wurden gefressen, ausser Mandarinfische, Schleimfisch (salarias), die bekanntlich nicht gut schmecken.
Die Wirbellosen wurden nie angegriffen.
Jetzt ohne Hummer überleben auch 3 neue Mini-Fische (Chrysiptera talboti), schlafen sogar unter Steinen und werden von nichts angegriffen.
bekannte Synonyme/Synonymised taxa
Enoplometopus dentatus Miers, 1880
Hoplometopus antillensis (Lütken, 1865)
Mögliche Herkunft/ Type locality:
West Indies
Ascension
Canary Islands
Cape Verde
East Atlantic
European waters
Gulf of Guinea
Gulf of Mexico
Madeira
St. Helena
West Atlantic
Scientific classification
Kingdom: Animalia
Phylum: Arthropoda
Subphylum: Crustacea
Class: Malacostraca
Order: Decapoda
Infraorder: Astacidea
Superfamily: Enoplometopoidea
De Saint Laurent, 1988
Family: Enoplometopidae
De Saint Laurent, 1988
Genus: Enoplometopus
A. Milne Edwards, 1862
Type species
Enoplometopus pictus
A. Milne Edwards, 1862
Weiterführende Links
Links
Handel
Züchter
keine
keine
keine
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