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Platypodia granulosa (Rüppell, 1830) - Platypodia granulosa


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Platypodia granulosa (Rüppell, 1830)
Deutsch: Platypodia granulosa
Vorkommen: Australien , China, Hawaii, Indischer Ozean, Japan, Madagaskar, Malediven, Neu Kaledonien, Palau, Rotes Meer, Samoa, Singapur, Tahiti
Größe: 0cm - 0cm
Temperatur:
Futter: Algen, Artemia, Cyclops, Detritus, Einsiedlerkrebse, Felsgarnelen, Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Mückenlarven, Muschelfleisch, Norialgen
Aquarium:
Schwierigkeitsgrad

Haltung Vorkommen: Korallenriffe (unter der Tidengrenze) im Indopazifik (Rotes Meer/Ostafrika bis Japan/Australien/Hawaii), Fotos von Chrysokoll! Als Mitglied der Famiie Xanthidae, wie üblich, wohl eher räuberisch.

Als Xanthidae giftig – NICHT VERZEHREN (auch nicht gekocht)!
Berühren oder auch "kneifen lassen" sind ungefährlich.
Es handelt sich um Saxitoxin (STX, ein Nervengift u.a. verantwortlich für Muschelvergiftung/Mytilismus, auch in Kugelfischen enthalten), das wahrscheinlich durch benthische Tiere oder symbiotische Bakterien (Ng, 2008) aufgenommen wird.
Ähnlich wie Pfeilgiftfrösche, sollten die Krabben also in Gefangenschaft ihre Giftigkeit verlieren.
Gilt als zweitgiftigste Krabbe Singapurs.
Da das Gift über die Nahrung aufgenommen wird, müssen nicht alle Exemplare der Art giftig bzw. gleich giftig sein.
In bei Japan gefangenen Exemplaren wurden mit 590 Mikrogramm sehr hohe Toxin-Werte nachgewiesen, womit über 1.000 Menschen zu töten wären!
1.000mal giftiger als Sarin und Cyanid, immer wieder als chemischer Kampfstoff im Gespräch… Eines der stärksten Gifte überhaupt.
Kein bekanntes Gegengift.

Saxitoxin kann sowohl durch Inhalation (Einatmen) als auch über die Nahrungsaufnahme in den Körper gelangen.
Im Falle von eingeatmetem Saxitoxin kann es innerhalb kürzester Zeit (Minuten) zu einer tödlichen Atemlähmung kommen.
Nicht tödliche Dosen führen beim Menschen nach einigen Stunden zu folgenden Symptomen: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe und Bauchschmerzen.
Die Betroffenen können Doppelbilder sehen, und es zeigt sich eine Lähmung der Atemmuskulatur. Wer 12 Stunden übersteht, hat gute Chancen, sich ganz zu erholen.
Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
National Institute of Oceanography
keinekeine
Benutzer Kommentare (1)

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1 Chrysokoll
Dabei seit : 10.08.2005
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 206 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 34
Meine Platypodia granulosa hatte im September 2009 einen carapax (Körperpanzer) mit 4 cm Breite. Derzeit (April 2010) würde ich diesen eher auf 5 cm schätzen.

Kann durch Trockennahrung TK- oder Lebendfutter ernährt werden.
Frisst auch Schnecken (z.B. Stomatella), Muscheln (z.B. Tridacnas!), Krustenanemonen und Seescheiden, also gut zu ernähren! ;.-)
Muscheln schleppt er in seine Behausung und frisst sie dort. Anschließend entsorgt er die Schalen vor dem Versteck!

Ist eher Nachtaktiv und versteckt sich zwischen oder unter Gestein. Zur Not gräbt es sich auch in groben Kies oder feinen Sand ein. Steine bzw. Korallen die nicht wirklich fest stehen können schon einmal verschoben werden (mit allen Konsequenzen, die dadurch entstehen können!).

Ich habe mein Exemplar aus dem Riff-Becken in ein anderes keines Becken umgesiedelt, da es mir zu viele Tiere gefressen hatte die er nicht fressen sollte! Ggf. kann man diese Art in einem Riffbecken halten, falls man es schafft dieses Tier ausreichen nachts zu füttern. Er ist alle 2-4 Tage auf Raubzug gegangen, je nachdem wie groß seine letzte Beute war.

Fazit: Platypodia granulosa kann man relativ gut halten und ernähren, aber in einem Riffbecken sollte man diesen Kerl nicht unterbringen.

BEASTIEPENDENT ist zwar der Meinung (bisher war dies auch meine!) es sei nur möglich sich durch verzehr zu vergiften (was auch die bekannte Todesursache beim Menschen ist), aber ich möchte doch mitteilen, dass ich beim (nicht zimperlichen) Fangen des Tieres von seinen Hinterbeinen am Finger leicht blutig gekratzt wurde, 24-48 Stunden später schwoll der Finger leicht an und juckte wie verrückt. Desweiteren hatte ich Fieber, Gliederschmerzen und mir war leicht schwindelig. Ob ich nun diese Symptome hatte, weil ich die Krabbe selber an den Hinterbeinen verletz habe und er mich mit diesen gekratzt hat (und ich dadurch direkten Kontakt mit dem Gift hatte) oder ob das ganze keinen Zusammenhang hat, kann ich nicht sagen. Aber es ist doch einen ziemlicher Zufall. Also besser Handschuhe tragen!


Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 08.04.2010 - 10:16  



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