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Cerithium sp. - Nadelschnecke
1 Bilder:
Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich:
Cerithium sp.
Deutsch:
Nadelschnecke
Vorkommen:
Australien , Indonesien, Indopazifik, Japan, Karibik, Karibische See, Philippinen, Rotes Meer, West-Pazifik, Zentraler Pazifik
Größe:
0cm - 0cm
Temperatur:
Futter:
Algen, Detritus
Aquarium:
~ 100 Liter
Schwierigkeitsgrad
mittel
Haltung
Allgemeine Informationen zu Cerithium: von Martin Reith
Die Gattung Cerithium ist weltweit verbreitet und umfasst etwa 60 verschiedene, heute lebende Arten. Die Gattung zählt zur Familie der Nadelschnecken (Cerithiidae).
Manchmal werden die Schnecken dieser Familie auch Hornschnecken genannt.
Im Allgemeinen sind alle Cerithiidae friedliche und harmlose Vegetarier.
Fossile Nadelschnecken findet man häufig in Küstenablagerungen die zwischen 2 und 60 Millionen Jahre alt sind (Tertiär).
Die Schale der Nadelschnecken hat eine runde Mündung, mit einem schmalen Kanal für den kurzen Sipho der Schnecke.
Das Gehäuse ist häufig schlank, lang und oft mit feinen Knoten oder Krönchen verziert.
Es gibt aber auch fast glatte Arten.
Der Gehäusedeckel, der auf dem Fuß der Tiere festgewachsen ist, besteht aus Horn. Einsiedlerkrebse beziehen sehr gern die leeren Schneckenhäuser dieser Gattung – meine Einsiedler wohnen zurzeit in karibischen Cerithium-Fertighäusern.
Manche Arten zB. Cerithium nodulosor werden lokal für Speisezwecke gesammelt.
Einen Einblick in die Vielgestaltigkeit der Gattung gewinnt man hier:
http://www.gastropods.com/Taxon_pages/TN_Family_CERITHIIDAE_CERITHIINAE.html
Haltung: Nadelschnecken sind im tropischen Meerwasseraquarium sehr einfach zu halten.
Sie machen sich nützlich indem sie feinen Sand
umgraben.
Ich halte einige dieser sehr friedlichen Schnecken, die ich in der Gezeitenzone von Abu Dhabi (Persischer Golf) gefunden habe.
Meine Nadelschnecken verlassen hin und wieder das Aquarienwasser, um sich an der Abdeckung im
Trockenen festzusetzten.
Außerdem legen sie häufig auffällige gallertige Laichschnüre an die Aquariumscheiben oder andere glatte Flächen (Caulerpa prolifera).
Aus dem Laich sollten, laut Literaturangaben bei den meisten Nadelschnecken-Arten pelagische Larven schlüpfen.
Allerdings wird der Laich in meinem Aquarium meistens von einer anderen Schneckenarten (Mitrella blanda) verspeist.
Die von mir gehaltenen Nadelschnecken sind im Bezug auf die Färbung sehr variabel und gehören möglicherweise zu verschiedenen Arten dieser Gattung.
Ernährung: Bei Problemem mit Fadenalgen, Diatomeen oder Cyanobakterien im Meerwasseraquarium, werden zuweilen die Nadelschnecken Cerithium litturatum, aber auch auch Cerithium atratum, C. echninatum, C. muscarium und C. strercusmuscarum empfohlen.
Wahrscheinlich sind die meisten Cerithium-Arten bei derartigen Problemen sehr empfehlenswert, denn alle fressen feinste Algen und Aufwuchs.
Von einigen Arten wird berichtet, dass sie sogar Sand aufnehmen und die darin enthaltenen Algen verdauen.
Literatur: Houbrick, R.S., 1992. Monograph of the genus Cerithium Bruguiére in the Indo-Pacific, Smithsonian Contributions to Zoology 510, 1-211
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