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Eunice sp. verschiedene - Borsten - Kieferwurm


kieferwurm. Eingestellt von mmm303


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Eunice sp. verschiedene
Deutsch: Borsten - Kieferwurm
Vorkommen: Australien , Indopazifik, Zirkumtropisch
Größe: bis zu 300 cm
Temperatur: 22°C - 27°C
Futter: Algen\\, Korallen(polypen)\\, Nahrungsspezialist\\, Räuberische Lebensweise\\
Aquarium:
Schwierigkeitsgrad Nicht für Heimaquarien geeignet!
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Haltung In diesem Artikel sind verschiedene Borstenwürmer der Gattung Eunice zu sehen. Eine genaue Bestimmung von Würmern gelingt oft nicht, so dass wir hier verschiedene nicht näher bestimmte Würmer der Gattung Eunice aufgenommen haben.

Zu einigen Bildern liegen Informationen vor, bei anderen verfügen wir über keine weiterführenden Informationen.

Marc Rommeis hat ihn bei einer Aktion im Becken fangen können.Von ihm stammen auch die wunderbaren Detailfotos des Borstenwurmes aus der Familie Eunicidae.

Nach der Beschreibung war der Wurm gut 1 Meter lang und 1,5 cm breit, also nicht annähernd ausgewachsen.
Diese Würmer werden durchaus 2,5 bis 3 Meter lang und ca. 2 Fingerbreit dick.

Laut Fossa und Nilsen, Seite Band 5, Seite 120, wird beschrieben, dass der Wurm von Algen lebt, aber vor Korallen nicht halt macht.
Das ist aber ohnehin eine normale Sache, wenn so ein Wurm Hunger hat.
Bevor man verhungert, nimmt man alles.

Laut Literatur kommt er häufig in Nordwestaustralien vor.Diese Art verbirgt sich in Spalten unter Steinen und verlässt diese nur zur Nahrungsaufnahme. Körperfärbung grünlich-braun


Zu Bild 2 gibt es eine Geschichte, die uns KUTI mitteilte.

Könnte man glauben, dass der Wurm aus einem Horrorfilm ist !
Der ist aus dem Blue Reef Aquarium in Newquay. Nicht einmal mit Ködern war der mysteriöse Übeltäter zu fangen.
Die Fischstücke waren jeweils mitsamt Widerhaken aufgefressen.
Eine gewissenhafte Suche im ganzen Gebäude führte nun endlich zum Erfolg:
Mitarbeiter entdeckten einen 1,2 Meter langen Wurm, der zur Gattung Eunicid Polychaete gehört und Stacheln am Rücken hat.

Vermutlich wurde er als Baby - in einer Koralle versteckt – angeliefert und wuchs im Aquarium zum Riesenwurm an.
Die Verantwortlichen haben den Killer „Barry“ getauft und für ihn nun einen eigenen Raum angelegt.
Weiterführende Links
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Benutzer Kommentare (11)

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10 peter_j
Dabei seit : 04.12.2008
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 1 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 13
Die Jagd auf Eunice,

Einleitung:
ich komme aus Kronberg im Taunus und betreibe seit nunmehr 6 Jahren die Meerwasseraquaristik, welcher ich auch wirklich mit Leib und Seele verfallen bin.
Angefangen hat alles mit Süßwasser. Dann kam das erste Becken mit 400 Litern,
besetzt mit Weichkorallen und einigen kleinen Fischen.
Wie manch einer hier weiß, packt einem das Fieber und man möchte ja auch gerne mal Steinkorallen, sowie etwas größere Fische halten.
Gesagt getan. Nach 3 Jahren 400 Liter wurde ein neues Becken in Auftrag gegeben.
Es wurde ein Becken mit den Maßen 1,80 x 0,70 x 0,70 zzgl. Technikbecken und komplett neuer Technik.
Nachdem der Inhalt von meinem 400 Liter Becken umgezogen war, stellte ich fest,
dass noch extrem viel Platz zur Verfügung stand.
Ich besorgte mir dann unverzüglich 25kg Lebendgestein von einem bekannten Zulieferer aus Dietzenbach.
Leider wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass in dem besagten LS der kleine Borsti sein zu Hause hatte.
Alles wurde eingeräumt und es begann die Einfahrphase.
Diese verlief auch sehr gut und ich wusste aus Erfahrung meines ersten Beckens,
dass Geduld angesagt war. In dieser Zeit wuchs der kleine Eunice natürlich auch.
Doch habe ich ihn damals nie zu Gesicht bekommen.
Das erste Treffen mit ihm hatte ich dann nach ca. 2 Jahren, als ich einen Fisch aus dem Überlaufschacht holen wollte. Ich schaute von der Seite in den Schacht, und sah zwischen dem Glas des Schachtes und der Rückwandverkleidung meines Beckens diesen borstigen Kerl.
Ich muss dazusagen, dass mein gesamtes Becken an der Rückseite und dem Schacht verkleidet ist und sich zwischen Glas und Verkleidung ein Spielraum von etwa 1cm befindet. Damals war er nur ca. 10cm lang und nicht allzu kräftig.
Beunruhigt war ich noch nicht, obwohl ich ja wusste, um was für ein Exemplar es sich handelt. Ich dachte mir zu diesem Zeitpunkt: „Kommt Zeit kommt Rat.“
Der borstige Kerl musste ja irgendwann dahinter hervorkommen, da es ihm dort ja doch bald zu eng werden wird.
Dem war dann leider auch so.

Erste Verluste:
Die ersten Verluste sind jetzt ca. 8 Monate her. Ich hatte mir ein paar Weißbandputzergarnelen und mehrere Wurdemanni´s geholt. Nun wusste ich, dass man diese nicht allzu oft zu Gesicht bekommt aber, dass man keine Putzerstation weit und breit sieht und sich auch dann noch ein paar Glasrosen ausbreiteten war schon komisch.
Mittlerweile vermisste ich auch noch meine 2 Boxerkrabben und Harlekingarnelen. Die Zoanthus und Xenia Kolonien wurden erheblich weniger, Ricordeas nahmen ab und meine Weichkorallen hatten große Bissspuren. Dann kam auch noch der Ekel meiner Kinder hinzu, welche mir dann noch Vorwürfe machten und mir drohten nie mehr im Meer baden zu gehen. Komisch, das Verstand ich jetzt nun gar nicht :)))

Der Fang:
Jetzt war es Zeit zum Handeln.
Animiert und motiviert durch den schönen Bericht von Ina Fischer in der Ausgabe des Meerwasser Aquarianers vom 01/2013 ging ich in die Offensive.
Als erstes kümmerte ich mich aber mal um den anschließenden Verbleib von Eunice.
Ich wollte es ungern einigen nachtun und diesen im Keramikexpress verabschieden.
Beim Kauf eines passenden Keschers im Zoopalast Wiesbaden habe ich dann in der Meerwasserabteilung einen sehr netten Verkäufer kennengelernt. Nach Schilderung meines Leids und der Bitte um Asyl des mittlerweilen 1,50m langen und daumendicken Eunice willigte dieser ein. Übrigens habe ich nichts unversucht gelassen diesen auch mittels einer Falle zu fangen. Über eine selbstgebaute große Borstenwurmfalle bestehend aus grauem 70 er HT-Rohren aus dem Baumarkt hat er sich schlappgelacht.
So, nun wurde es aber ernst.
Ich wusste, dass er es sich unter einer Seriatopora häuslich eingerichtet hatte.
Heute am 08. Januar 2013 habe ich dann begonnen die Behausung vorsichtig und sehr langsam freizuräumen.
Man kann sich nicht vorstellen, was dieser Kerl alles in sein Haus geschleppt hat.
Unter dem Stock der Seriatopora war alles voller Korallenfragmente, Muschelschalen, Krebsgehäuse, Sanddollars und eine Art Spinnennetz.
Eunice hat natürlich mitbekommen was die Stunde geschlagen hat.
Beim Freiräumen der Behausung zog er sich immer weiter zurück.
Mit dem gekauften Kescher wollte ich Ihn nach der Freiräumaktion in Schacht halten um ihn dann mit einer Pflanzenzange zu greifen.
Er hat sich dann im Bodengrund um einen Riffpfeiler gewickelt und dort verharrt.
Ich durfte jetzt nicht nachlässig werden und riskieren, dass er sich schnell aus dem Staub macht und sich unter einem anderen Stein versteckt. Diese Burschen sind nämlich unglaublich schnell und auf das komplette Ausräumen des Aquariums hatte ich wirklich keine Lust mehr, zu dem es jetzt schon recht mitgenommen aussah.
Die Bewohner fanden das ganze auch nicht sehr amüsant.
Durch die Anspannung und Aufregung zitterte ich an den Händen und hatte auch ordentlich Adrenalin im Blut. Schließlich fängt man ein solches Tier nicht einfach mal so.
Nun packte ich mit der Pflanzenzange zu und fasste ihn irgendwo an seinem Körper.
Das diese Kerle echte Kraftprotzen sind bekam ich dann zu spüren. Er bewegte sich keinen Millimeter und hielt sich mit all seiner Kraft an der Riffsäule fest. Auf einmal hatte ich ein kleines Teil seines Körpers zwischen meiner Zange.
Wenn Sie Lebensgefahr verspüren will ich behaupten, dass sie sich sehr leicht teilen um dann weiterzuleben. Das ganze passierte dann auch leider ca. 5 mal.
Ich wusste aber, aufgeben ist jetzt nicht mehr drin schließlich musste ich den restlichen Körper und speziell den Kopf fangen. Das Verhalten ähnelt Regenwürmern schon ein wenig und hier weiß man ja, dass beide Hälften weiterleben. Man sagt, dass bei den Borstenwürmern der Teil ohne Kopf nicht mehr weiterlebt aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Nach 3,5 Stunden eines erbitterten Kampfes habe ich dann gewonnen.
Der ganze Kerl samt seiner Fragmente ist raus und befindet sich in einem Eimer.
Deckel drauf und ab geht die 35km weite Reise in sein neues zu Hause.
Hier nochmals vielen Dank an den Zoopalast Wiesbaden für das Asyl.

Nachtrag:
Ich habe nun schon fast alle Plagegeister durch, welche es in der Meerwasseraquaristik gibt. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Dennoch muss ich sagen, dass Eunice die meisten Verluste hervorgerufen hat. Einer meiner größten Fehler war es so lange zu warten. Nach dem Entdecken eines solchen Exemplars gilt sofortiges Handeln.

Bilder im Anhang
mit salzigen Grüßen
Peter Jüngst



Schwierigkeitsgrad : Expertentier!! Kaum gut Haltbar
    Beitrag vom 09.01.2013 - 09:47  
9 robertbaur
Dabei seit : 24.08.2004
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 106 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 5865 Videos von diesem Benutzer im Lexikon hochgeladen 336
von BEASTIEPENDENT:

Bedingt durch eine Krabbendiskussion im Reefcentral unterhalte ich mich gerade mit Leslie Harris, die oder eine der Taxonominnen schlechthin für Würmer.

Auf die Frage nach einer ID ist sie gleich auch mal unsere gesamte Wurmsektion durchgegangen.

Zu dem Foto hier teilte uns Leslie Harris folgendes mit:

" Palola siciliensis - another species of Eunice. The white, coral-crunching jaws of Palola worms are huge & very easy to see"
    Beitrag vom 26.08.2010 - 19:56  
4 Benjamin
Dabei seit : 21.10.2006
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 262
Möchte hier von den katastrophalen Erfahrungen eines befreundeten Vereinsmitgliedes mit Palola sicillensis berichten . Es bagann irgendwann im Frühjahr letzten Jahres , da verschwanden aus Peters 1500 L. Becken auf unerklärliche Weise Ricordea Scheibenanemonen und Caulstrea furcata sahen angefressen aus . Nun ist Peter ja kein Anfänger ( Über 30 Jahre Meerwasseraquaristik ) und so kam erst mal die bewusste Krabben - Borstenwurmfalle ins Becken , übrigens Wochenlang ohne Erfolg ! Auch nächtliches auf der Lauer liegen führte zu nichts , es verschwanden wieder Scheibenanemonen und die Caulastreas sahen immer schlechter aus . Kleinere Steine mit Ricordeas waren jeden Morgen unter einen Überhang verschleppt und es fehlten von den teuren Floridas einige Polypen . Das ging so Monate lang und Peter sagte zu mir wenn er der Sache nicht bald auf den Grund komme würde er sein Aquarium abbauen und das wars dann . Des Nächtens , er hatte eigentlich schon aufgegeben , sah er dann den Übeltäter endlich im Schein der Taschenlampe und griff sofort nach seiner selbst gebastelteten Harpune . Er erwischte zwar den Borstenwurm aber er zerriss in zwei Teile , so daß das hintere Teil sich in den Steinaufbau zurück ziehen konnte . Nun blieb ein Dekorationsabbau nicht mehr aus und nachdem er ein 150 Liter Becken als Zwischenlagerstätte für Korallen und Lebendgestein hergerichtet hatte konnte es an die Borstenwurmjagt gehen . Natürlich saß das mordsmäßige Exemplar unter dem letzten Stein . Der Wurm hatte eine , im unausgestreckten Zustand , Länge von ca. 45 cm. und war Daumendick . Also Wurm raus , Dekoration und Korallen wieder rein und alles ist schön ? Ich will es jetzt kurz machen nach einigen Wochen verschwanden wieder Scheibenanemonen auf unerklärlicher Weise und Peter fand in der selben Ecke des Beckens wieder unter dem letzten Stein noch einen Wurm , noch länger und noch dicker als der erste . Seine Aussage dazu : " Noch so ein Monster überlebe ich nicht ! " Nach dem ich ihn zum Kauf eines Mirakelbarsches geraten hatte ( Zur Vorbeugung ) möchte ich doch Bedenken äußern ob der Barsch mit solchen Wurmkalibern fertig werden wird . Ich selber glaube das der Wurm mit neu erworbenen Lebendgestein in Peters Aquarium gelangte , die Peter immer mal wieder nachkauft um kleinere Lücken zu schließen oder Besiedelungsplätze für Steinkorallenfragmente zu schaffen , denn die Standzeit der Becken war nach Umzug und Vergrößerung , zum Zeitpunkt des Lokalisierens des Wurms , schon weit über fünf Jahre . Peters Verhängnis war meiner Meinung nach , daß er nach dem Umbau seiner Anlage nicht sofort ausreichend Borstenwurmfresser in sein Becken setzte , denn auch diese Wurmart ist höchst wahrscheinlich aus einer winzigen Larve gewachsen .

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 11.04.2008 - 12:11  
1 Chrysokoll
Dabei seit : 10.08.2005
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 206 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 34
Kann bestätigen, dass das Palola sp. (sicilliensis) erst einmal Algen frißt, wenn genügend vorhanden. Was aber bei einem großen Tier in einem üblichen Korallenbecken schwierig werden dürfte. Wenn nicht genug Nahrung vorhanden ist gehen die Tiere auch an Korallen. Zuerst zu den Weichkorallen dann über die Leder- und Hornkorallen zu den den Kalkkorallen.
Tiere sind lichtscheu und ziehen sich sofort zurück. Nicht wie die normalen (und viel kleineren) Borstenwürmer.
Die Geschlechtsprodukte (zumindestens einer Art!) werden in der Südsee als Delikatesse gegessen.
Ein Bekannter hatte mehrere dieser Tiere und durfte sein 2000 Liter Becken komplett ausräumen, da die Tiere alles fraßen.

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 25.06.2007 - 17:46  



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