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Psammocora haimeana Steinkoralle

Psammocora haimeana wird umgangssprachlich oft als Steinkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 150 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Psammocora haimeana. Ashmore Reef, western Australia. The characteristic appearance of an encrusting colony where corallites form short valleys. Photograph: Charlie Veron

Eingestellt von AndiV.
Bilddetail


Steckbrief

lexID:
4149 
Wissenschaftlich:
Psammocora haimeana 
Umgangssprachlich:
Steinkoralle 
Englisch:
Stony Coral 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Siderastreidae (Familie) > Psammocora (Gattung) > haimeana (Art) 
Erstbestimmung:
Milne Edwards & Haime, 1851 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Arabisches Meer, Australien, Bahrain, Britisches Territorium im Indischen Ozean, China, Cookinseln, Djibouti, Equador, Fidschi, Französisch-Polynesien, Golf von Aden, Golf von Bengalen, Golf von Oman / Oman, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Irak, Iran, Israel, Japan, Java, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Kiribati, Komoren, Korallenmeer, Kuwait, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mayotte, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Neuseeland, Niue, Nördliche Mariannen, Ost-Afrika, Pakistan, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Rotes Meer, Salomon-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Südchinesisches Meer, Sulawesi, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuvalu, United States Minor Outlying Islands, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel , West-Pazifik, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
1 - 40 Meter 
Größe:
10 cm - 15 cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Plankton, Staubfutter, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 150 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-07-02 15:37:02 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Psammocora haimeana sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Psammocora haimeana interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Psammocora haimeana bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

“From Veron, J.E.N. Corals of the World.”

Diese relativ weitverbreitete Steinkoralle bildet nicht so massive Kolonien wie die Sternkorallen aus.
Ihr Vorkommensorte sind oberflächliche Riffbereiche, dass bedeutet eine Platzierung im oberen Beckenbereich und steht für eine sehr hohe Aktivität der Zooxanthellen
Die Korallenwände sind im oberen Bereich recht scharf, die Polypen sitzen in deutlichen Skelettvertiefungen.

Ihre Grundfärbung ist einfarbig grau oder braun, manchmal kommen aber auch hellere Farben (siehe Foto) vor.

Ähnliche Arten: Psammocora profundacella

Korallen der Gattung Psammocora:

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus.

Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.
Aber neben Montipora und Acropora ist natürlich auch Pocillopora, Stylophora, Porites und Psammocora für die Aquaristik interessant.

Die Gattung Psammocora umfasst folgende Arten.

Psammocora contigua
Psammocora digitata
Psammocora haimeana
Psammocora nierstraszi
Psammocora obtusangula
Psammocora profundacella
Psammocora stellata
Psammocora superficialis
Psammocora vaughani
Psammocora verrilli

Eine Identifizierung der unterschiedlichen Psammocora Korallen ist nicht in jedem Fall leicht, wenn man sich mal die Bilder auf AIMS anschaut.

Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.

Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten über Abschäumung und Lebendgestein eine bessere Wasserqualität zu erzeugen, sowie mit besserer Beleuchtung und besserer Kalziumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf.

Seit die Haltung von SPS Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.
Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur, und durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ihr Erscheinungsbild ändern.


Zu den wichtigen Parametern gehören:

Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Psammocora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Kalzium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an.

Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser.
Acroporas mögen es nicht in einer gelben Brühe zu stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Alle genannten Steinkorallen lassen sich durch Fragmentation vermehren. Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier – und Umweltschutzes den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten.
Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen in der Natur.
Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat.
So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.

Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Hohltiere (Coelenterata)
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Zoantharia
Ordnung: Steinkorallen
Wissenschaftlicher Name: Scleractinia

Weiterführende Links

  1. AIMS (en)
  2. IUCN Rote Liste (multi)

Bilder

Allgemein

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