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Stephanolepis hispidus Brauner Feilenfisch

Stephanolepis hispidus wird umgangssprachlich oft als Brauner Feilenfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 2500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
3771 
AphiaID:
127409 
Wissenschaftlich:
Stephanolepis hispidus 
Umgangssprachlich:
Brauner Feilenfisch 
Englisch:
Planehead Filefish 
Kategorie:
Feilenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Tetraodontiformes (Ordnung) > Monacanthidae (Familie) > Stephanolepis (Gattung) > hispidus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1766 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Französisch-Guayana, Golf von Guinea, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Jamaika, Kanada, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Kuba, Madeira, Marokko, Martinique, Montserrat, Nicaragua, Ost-Atlantik, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, São Tomé und Principé, Senegal, Sierra Leone, Suriname, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, Uruguay, USA, West-Atlantik 
Meerestiefe:
0 - 293 Meter 
Größe:
bis zu 28cm 
Temperatur:
10.2°C - 27,°C 
Futter:
Glasrosen, Invertebraten (Wirbellose) 
Aquarium:
~ 2500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-04-26 21:59:10 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Stephanolepis hispidus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Stephanolepis hispidus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Stephanolepis hispidus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Stephanolepis hispidus (Linnaeus, 1766)

Die Aufnahme des braunen Feilenfisches gelang Martin Hablützel bei einem Tauchgang - Aufnahmeort Teneriffa, Kanarische Inseln

Der braune Feilenfisch lebt in Tiefen von 0 bis knapp 300 Meter Tiefe, dort meist in Sargassum- Feldern sowie Schlammböden.
Aquaristisch kaum von Relevanz.
Zu sehen, wie viele Feilenfische.
Mit zunehmenden Alter stehen diverse Invertebraten auf dem Speiseplan.

Nur als junges Tier in einem herkömmlichen Heimaquarium bis 1000 Liter zu halten, da er wegen der zu erwartenden Größe von 28 cm dann durchaus mehrere 1000 Liter Wasser benötigt.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Balistes hispidus Linnaeus, 1766
Monacanthus auriga Lowe, 1852
Monacanthus filamentosus Valenciennes, 1838
Monacanthus gallinula Valenciennes, 1843
Monacanthus hispidus (Linnaeus, 1766)
Monacanthus oppositus Poey, 1860
Monacanthus setifer DeKay, 1842
Monacanthus spilonotus Cope, 1871
Monocanthus setifer DeKay, 1842
Stephanolepis hispida (Linnaeus, 1766)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Tetraodontiformes (Order) > Monacanthidae (Family) > Stephanolepis (Genus) > Stephanolepis hispidus (Species)

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Allgemein

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