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Pictichromis diadema Diadem-Zwergbarsch

Pictichromis diadema wird umgangssprachlich oft als Diadem-Zwergbarsch bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 300 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
153 
Wissenschaftlich:
Pictichromis diadema 
Umgangssprachlich:
Diadem-Zwergbarsch 
Englisch:
Diadem dottyback 
Kategorie:
Zwergbarsche 
Synonyme:
  • Pseudochromis diadema (Lubbock & Randall, 1978)
 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Pseudochromidae (Familie) > Pictichromis (Gattung) > diadema (Art) 
Erstbestimmung:
(Lubbock & Randall, 1978) 
Vorkommen:
Borneo (Kalimantan), Brunei Darussalam, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, West-Pazifik, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
5 - 30 Meter 
Größe:
6 cm - 7 cm 
Temperatur:
24°C - 26°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera) 
Aquarium:
~ 300 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-04-24 14:23:52 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Pictichromis diadema sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Pictichromis diadema interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Pictichromis diadema bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Diadem-Zwergbarsch (Pictichromis diadema LUBBOCK & RANDALL 1978 )

Familie: Pseudochromidae
Verbreitung: westlicher Zentralpazifik zwischen Malaysia, den Philippinen und Borneo
Habitat: Korallenriffe in Zonen mit hohen Turbulenzen und guten Korallenwachstum, Gruppen auch an Korallenblöcken, 5 - 30 m Tiefe
Sozialverhalten: Kolonien, wo jedes Tier sein eigenen kleines Territorium beansprucht, gleichgeschlechtliche Tiere meist unverträglich, jedoch Geschlechtswandler (protogyner Hermaphrodit)
Länge: 6 cm
Beckenempfehlung: Paare ab 500 Liter


Die sehr attraktive Zwergbarsch-Art wird in Aquarianerkreisen oft als Raufbold beschrieben, was meist an der falschen Pflege liegt. Die Tiere brauchen sehr strukturierte Riffaufbauten mit abwechslungsreichen Mikrohabitaten und einen entsprechend großen Schwimmraum, damit jedes Tier sein eigenes kleines Revier (ca. 0,5 - 1 m im Durchmesser) aufbauen kann. Die Geschlechter können eindeutig anhand des vorderen Endes der rötlichen Rückenzeichnung unterschieden werden. Bei den Weibchen hört die purpurrote Färbung oberhalb der Oberlippe auf, während sich das Rot beim Männchen bis über die Unterlippe ausbreitet. Die Männchen schwimmen das Weibchen mehrmals täglich aggressiv an, um ihre Dominanz zu behaupten, Verletzungen sind nur in zu kleinen Becken, mit fehlenden Verstecken möglich.
In großen Aquarien schwimmen die Tiere dann auch oft gemeinsam, mit meist ca. 10 cm Abstand zueinander. Abends ab 18:00 Uhr wird gebalzt, indem das Männchen das Weibchen besucht und beide nebeneinander über der Dekoration mit dem ganzen Körper in paralleler Stellung wedeln. Das Männchen lockt dann das Weibchen durch ruckartige Schwimmbewegungen zu seiner Laichhöhle. Zwei Männchen vertragen sich nicht und im beengten Aquarium funktioniert die mögliche Rückentwicklung von jungen Tieren zum Weibchen sehr selten. Einfacher ist es aus 2 Weibchen ein Paar zusammenzustellen. Dies und das Nachsetzen eines Tieres ist jedoch immer mit einem Restrisiko des Verlustes des neuen Fisches verbunden. Die Kleintierfresser (in der Natur vor allem Kleinkrebse) akzeptieren schnell mundgerechtes aquarientypisches Ersatzfutter (Cyclops, Lobstereier, Artemia, Nori-Algen, kleine Granulate - aber nicht jedes Granulat wird akzeptiert) nur Flockenfutter wird nicht gern angenommen. Mit mehrmaliger Fütterung pro Tag kann man die Aggressivität der Tiere zusätzlich minimieren.
Auffällig im Verhältnis zu anderen Zwergbarscharten ist, dass diese Art weniger zwischen der Dekoration schwimmt sondern öfter darüber im korallennahen Freiwasser. Für sessile Niedere Tiere ist die Art harmlos. Kleine Krebse werden häufig als Beute betrachtet. Putzergarnelen werden mitunter angegriffen und getötet, wenn sie Eier tragen. Auch gelingt es den Fischen im Aquarium immer wieder z.B. Anemonenfischgelege zu plündern, weshalb man auch im Meer davon ausgehen muss, dass Fisch- und Crustaceen-Eier zur natürlichen Beute gehören. Kleinere Fische werden öfter angegriffen als größere. Der gering größere Lippfisch Paracheilinus mccoskeri wurde direkt attackiert, wenn er sich unter 20 cm annähert. In der Eingewöhnung wurden auch wehrhafte Gelbschwanzdemoisellen (Chrysiptera hemicyanea) immer nur kurz angegriffen, später wurden sie weniger beachtet. Anemonenfische, Doktorfische, Lyra-Kaiserfische, Feilenfische und Mandarinfische sowie eine einzelne Putzergarnele (Lysmata debelius) und ein Alpheus soror wurden nicht attackiert. Die Nachzucht dieser Art ist privaten Aquarianern bereits gelungen und entspricht der Nachzucht von Pseudochromis fridmanni.

Literatur:
GILL, A. C. (2004): Revision of the Indo-Pacific dottyback fish subfamily Pseudochrominae (Perciformes: Pseudochromidae). Smithiana Monographs No. 1: 1–213, Pls. 1–12.

Der vorherige alte Name lautet lange Zeit: Pseudochromis diadema.

Autor: Ande Luty

Main reference:
Allen, G.R., A.C. Gill and M.V. Erdmann, 2008. A new species of Pictichromis (Pisces: Pseudochromidae) from western New Guinea with a rediscription of P. aurifrons,. Aqua Int. J. Ichthyol. 13(3-4):145-154. (Ref. 74963)

Classification:
Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Pseudochromidae (Family) > Pseudochrominae (Subfamily) > Pictichromis (Genus) > Pictichromis diadema (Species)

Weiterführende Links

  1. Fishbase
  2. Hippocampus Bildarchiv (de)



Bilder

Allgemein


Haltungserfahrung von Benutzern

AndreLuty am 11.11.16#6
Meine Tiere sind beide genau 4 Jahre alt geworden (dazu noch ca. 0,5 Jahre vorher).

beste Grüße

Andre´
timibo am 04.06.13#5
Ein echter aggressiver Giftzwerg, der seine Ruffecke wütend verteidigt. Jetzt, nach meheren Monaten, lässt die Aggression etwas nach. Ich konnte nicht beobachten, dass er andere Fische tatsächlich geschädigt hätte. Ich würde ihn nicht noch mal kaufen...
Alyona am 08.05.12#4
Mir scheint, Ich kenne diesen Fisch auch unter dem Namen Pseudochromis diadema. Das ist, meine ich, ein Synonym.
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