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Aspasmogaster liorhyncha Schildbauch

Aspasmogaster liorhyncha wird umgangssprachlich oft als Schildbauch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Rudie Hermann Kuiter, Aquatic Photographics, Australien Bilddetail


Steckbrief

lexID:
12795 
AphiaID:
279750 
Wissenschaftlich:
Aspasmogaster liorhyncha 
Umgangssprachlich:
Schildbauch 
Englisch:
Smooth-snout Clingfish 
Kategorie:
Schildbäuche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Gobiesociformes (Ordnung) > Gobiesocidae (Familie) > Aspasmogaster (Gattung) > liorhyncha (Art) 
Erstbestimmung:
Briggs, 1955 
Vorkommen:
Bass-Straße (Meerenge zw. Australien & Tasmanien), Große Australische Bucht, New South Wales, Süd-Australien, Victoria (Australien), West-Australien 
Meerestiefe:
2 - 28 Meter 
Größe:
14 cm - 26 cm 
Temperatur:
15,4°C - 22,8°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-02-20 15:45:39 

Haltungsinformationen

Der britische Naturwissenschaftler Charles Robert Darwin besuchte u.a. die Galapagos Inseln und studierte die dort ansässigen 13 endemischen Arten von Finken sehr genau.
Wie war es möglich, dass so viele Arten ohne große Nahrungskonkurrenz miteinander auskommen konnten?
Seine Antwort auf die Frage wurde mit der "ökologischen Nische" beantwortet, jede Art hatte sich spezialisiert, so gab es Körnerfresser, Insektenfresser und Mischnahrungsfresser, die sich im Laufe von vielen, vielen der Jahre körperlich verändert haben.

So gab es viele unterschiedlichen Schnabelarten:
- dicke, klobige Schnäbel für Körnerfresser und Mischnahrungsfresser
- schmalere, spitze Schnäbel für Insektenfresser

Darüber hinaus gab es Grundfinken", die ihre Nahrung überwiegend am Boden, und "Baumfinken“, die ihr Futter in Bäumen und Sträuchern suchten.
Schließlich sind noch die "Spechtfinken" zu nennen, die kleinen Werkzeuge bei der Nahrungssuche einsetzten, z.B. abgebrochene Ästchen oder Kakteenstacheln, um Insektenlarven aus Bohrlöchern herauszuholen,
Durch diese Anpassung und dem Finden der eigenen Nische konnten die Arten ohne Nahrungskonkurrenz miteinander auskommen.

Was haben die Finken und die ökologische Nische nun mit dem Schildbauch Aspasmogaster liorhyncha zu tun, fragen Sie sich vielleicht?
Auch in den Meeren gilt, dass das Überlegen nur in ökologische Nischen möglich ist, und eine dieser Nischen, verbunden mit einer körperlichen Anpassung, besetzt der Schildbauch.
Der kleine Kerl bevorzugt stärker bewegte Wasserbereiche, in der sich normale kleine Fische nicht gegen die Strömung behaupten könnten.
Der Schildbauch hat dafür eine geniale Lösung "gefunden".
In Laufe viele. vieler Jahre haben sich die bauchseitigen Flossen des Tieres zu einer Ansaugscheibe verändert, mit Hilfe dieser Saugscheibe kann sich der Schildbauch an Gegenständen in starker Strömung ansaugen und sogar senkrecht an Felsen herunterhängen und dort auch Nahrung fangen.

Aspasmogaster liorhyncha ist ein blasser kleiner Schildbauch, der als Bodenbewohner in seewärtsgerichteten Riffe in kleinen Gruppen in Höhlen und unter Felsvorsprüngen anzutreffen ist.

Synonym: Aspasmogaster liorhynchus (Briggs, 1955)

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