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Sinularia maxima Weichkoralle

Sinularia maxima wird umgangssprachlich oft als Weichkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Foto: Dongsha-Inseln, Südchinesisches Meer

Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Prof. Dr. Yehuda Benayahu, Israel Bilddetail


Steckbrief

lexID:
12312 
AphiaID:
209975 
Wissenschaftlich:
Sinularia maxima 
Umgangssprachlich:
Weichkoralle 
Englisch:
Soft Coral 
Kategorie:
Weichkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Alcyoniidae (Familie) > Sinularia (Gattung) > maxima (Art) 
Erstbestimmung:
Verseveldt, 1971 
Vorkommen:
Arafurasee, Australien, China, Guam, Indischer Ozean, Korallenmeer, Madagaskar, Northern Territory, Seychellen, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
1 - 17 Meter 
Größe:
bis zu 20cm 
Temperatur:
27°C - 30°C 
Futter:
Fotosynthese , Gelöste anorganische Stoffe, Gelöste organische Stoffe, Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Sinularia abhishiktae
  • Sinularia acetabulata
  • Sinularia acuta
  • Sinularia agilis
  • Sinularia andamanensis
  • Sinularia anomala
  • Sinularia arborea
  • Sinularia arctium
  • Sinularia australiensis
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-08-15 14:44:55 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Sinularia maxima sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Sinularia maxima interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Sinularia maxima bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Sinularia maxima kommt nach unseren Recherchen nicht gezielt in den Fachhandel, es ist aber nicht auszuschließen, dass die Weichkoralle doch in dem einen oder anderen Aquarium lebt.
Die Weichkoralle ist in einigen Teilen grau, in anderen Teilen geht die Farbe in ein Dunkelgrau und Schwarz über.

Eine aquaristisch sehr interessante Information zu Sinularia maxima ist Entdeckung der sogenannten "Sinularia Tissue Loss Disease", eine Erkrankung der Koralle, die sich zunächst als diffuse Faltenbildung der ansonsten glatten Korallenfinger darstellt, gefolgt von Gewebeverschorfung, dem Absterben einzelner Körperbereiche (Gewebenekrose) bis hin zu vollständigen Zerfall / Auflösung des Tiers.

Diese Erkrankung kann auch bei anderen Sinulariaarten auftreten.
Weichkorallen produzieren eine Vielzahl antimikrobieller und chemischer Schutzmaßnahmen, die sie vor mikrobiellen Krankheitserregern schützen können, anders allerdings bei diesem Erreger.
In kranken Zellen der Korallen wurden zahlreiche Fremdzellen gefunden, die wahrscheinlich parasitär sind, sogenannte Mesomycetozoea oder Ichthyosporea
Der Zerfall betroffener Korallen kann sich über einen längeren Zeitraum von 2 - 3 Jahren hinziehen, die Wissenschaftler vermuten, dass zunächst Sinularia polydactyla mit der Krankheit in Kontakt kam und diese an Sinularia maxima und gemeinsame Hybride weitergab.

Diese Erkrankung kann Auswirkungen auf die Weichkorallenpopulationen und die von ihnen beteiligten Lebensgemeinschaften haben.
Der pathogenetisch bedingte Rückgang eines betroffenen Lebensraums stellt eine weitere Besorgnis erregende Tatsache dar und kann potenzielle Auswirkungen auf die Korallenriffgemeinschaften des gesamten Indo-Pazifiks haben.
Ein Heilmittel ist derzeit nicht gefunden.

Interessant ist die Weichkoralle, wie auch viele andere Weichkorallenarten, allerdings auch für den Menschen in den Bereichen Chemie, Pharmakologie und Medizin.
So können aus der Koralle entzündungshemmende Wirkstoffe extrahiert werden.
Aus der Koralle lassen sich Terpene extrahieren, die in Insektenschutzmitteln als Pheromone Einsatz finden sowie in verschiedenen Parfüms und Duftstoffen vorkommen.
Medizinisch und sportlich interessant ist Sinularia maxima auch, weil aus ihr Steroide zum Muskelwachstum generiert werden können.


Synonyme:
Sinularia gonatodes Kolonko, 1926
Sinularia leptoclados var. gonatodes Kolonko, 1926

Literaturfundstelle:
Citation: Benayahu Y, van Ofwegen LP, Dai C-f, Jeng MS, Soong K, Shlagman A, Du SW, Hong P, Imam NH, Chung A, Wu T, McFadden CS. 2018.
The octocorals of Dongsha Atoll (South China Sea): an iterative approach to species identification using classical taxonomy and molecular barcodes.
Zool Stud 57:50. doi:10.6620/ZS.2018.57-50
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