ExtremcoralsPreis AquaristikKN AquaristikWhitecoralsKorallen-Zucht
HOME -> Fische -> Falterfische -> Chelmon rostratus Hochladen Lesezeichen  

Chelmon rostratus - Orangebinden-Pinzettfisch oder Kupferbinden-Pinzettfisch


. Eingestellt von robertbaur


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Chelmon rostratus
Deutsch: Orangebinden-Pinzettfisch oder Kupferbinden-Pinzettfisch
Vorkommen: Andamanensee, Australien , Bali, Banggai-Inseln, China, Great Barrier Riff, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Komodo, Malaysia, Mauritius, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland, Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Singapur, Sri Lanka, Sumatra, Taiwan, Thailand, Togean, Vietnam
Größe: 14 cm - 20 cm
Temperatur: 24°C - 26°C
Futter: Lebendfutter\\, Mysis (Schwebegarnelen)\\, Nahrungsspezialist\\
Aquarium: ~ 1000 Liter
Schwierigkeitsgrad erfahrenen Aquarianern vorbehalten
Lesezeichen 98 Benutzer haben dieses Tier zu ihren Lesezeichen hinzugefügt

Haltung (Linnaeus, 1758)

Bei diesem wunderschönen Falter scheiden sich schon seit jeher die Geister der Aquarianer.
Manche halten ihn, manche halten ihn sogar lange, wiederum andere haben einen Todeskandiaten, der sich nicht auf Ersatzfutter umstellen lässt.
Er schwimmt eine Weile, magert dann ab, und ist dann irgendwann total entkräftet und stirbt.
Das sind dann die Tiere, die sich nicht an Frostfutter gewöhnen können.

Wir schätzen, dass von ca. 100 Tieren nach einem halben Jahr keine 10 Tiere mehr leben.
Das ist schon erschütternd, aber leider die Wahrheit.

Was ihnen allen gleich ist, sie fressen kleine Röhrenwürmchen.
Glasrosen werden bisweilen auch gefressen, aber man sollte sich nicht zu 100% darauf verlassen.
Gerade wenn man den Fisch deswegen einsetzt, kann es passieren, dass die Glasrosen nicht einmal angeschaut werden.

Grundsätzlich sind diese Tiere Nahrungspezialisten, die sehr viel picken.
Das sieht man schon an ihrem langen, spitzen Maul.
Sie picken natürlich auch in Löchern.

Vom Verhalten her, ist der Chelmon rostratus ein interessanter Fisch.
Er ist kein Angsthase, sondern setzt sich in der Regel recht schnell durch und zeigt, dass er es verdient, in der Gemeinschaft des Aquariums mit zu schwimmen.
Wenn die Futteraufnahme geklappt hat, ein wenig krankheitsanfälliger Fisch.

Korallen werden in der Regel in Ruhe gelassen. Ausnahmen wird es auch hier geben, aber die sind unseres Erachtens nach eher verschwindend gering.

Wir finden es wichtig, dass der Aquarianer sich schon beim Händler zeigen lässt, ob ein Tier wie der Chelmon rostratus an Ersatznahrung, also Frostfutter geht.
Damit kann man schon viele Probleme ausschliessen.
Sollte das nicht der Fall sein, muss man vieles ausprobieren.
Vor allem von der Gestalt her, scheint wurmänliches Futter gut anzukommen.
Es gab mal einen Trick, den könnte man auch noch ausprobieren.
Nehmt mal ein Ü-Ei, davon das Plastikgehäuse. Macht ein paar mittelgroße Löcher rein, dann Frostfutter hinein.
Das Überraschungs-Ei dann im Steinaubau verankern, damit es nicht wegschimmt.
Mit etwas Glück pickt der Chelmon dann in die gemachten Löcher, um an das Futter heranzukommen.

Die Paarhaltung ist zwar einige wenige Male gelungen, aber auch nicht die Regel.
Setzen Sie das falsche Tier dazu, wird das alteingesessene Tier versuchen, das neue Tier zu zerlegen.

Synonyme:
Chaelmo rostratus (Linnaeus, 1758)
Chaetodon enceladus Shaw, 1791
Chaetodon rostratus Linnaeus, 1758
Chelmo rostratus (Linnaeus, 1758)
Chelmon lol Montrouzier, 1857

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Chaetodontidae (Family) > Chelmon (Genus)

Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
Hippocampus Bildarchiv
Kölle Zoo Karlsruhe
Kölle Zoo München
Kölle Zoo Ludwigshafen
Kölle Zoo Würzburg
Kölle-Zoo GmbH Weiterstadt
Korallen-Outlet GbR
Aquaristik Corner
keine
Benutzer Kommentare (60)

Derzeit werden 4 Fachkommentare angezeigt. Weitere 56 Kommentare sind versteckt.Klicken Sie hier um alle Kommentare anzuzeigen

 
60 Apollo13
Dabei seit : 05.02.2015
Halte diesen Fisch jetzt schon eine Zeit lang, und würde gerne meine persönliche Erfahrung mit euch teilen.
Wichtig ist das man sich im Laden zeigen lasst das der Fisch frisst und schon länger (paar Wochen) im Verkaufsaquarium lebt, bzw. überlebt hat. Als er bei mir einzog, war er sofort aktiv, kam bei Fütterung angeschwommen und suchte alles ab, allerdings fraß er nichts, auch wenn ich es auf einen Stein band, auf dem Aufbau verteilte, die Strömungspumpen ausschaltete, oder in Ritzen und seitlich unter den Steinen platzierte. Er sah es, schaute es an aber fraß nicht, obwohl er im Laden Artemia schwebend wie alle anderen schnappte. Ich dachte schon er schafft es nicht. Doch allmählich viel mir auf wie langsam alle Röhrenwürmer verschwanden, das konnte nur er sein. Er ernährte sich von allem was das Lebendgestein hergab, mein Futter egal welches aber nicht....dann fing er langsam an rote Mückenlarven vom Boden zu nehmen, später nahm er sie auch schwebend und jetzt sogar alles. Hätte er kein gutes Lebendgestein mit vielen Würmern in der Anfangsphase gehabt, hätte er es vielleicht nicht geschafft, das finde ich extrem wichtig. Garnelen macht er nichts. Krebsen auch nicht.

Also:
1. viel Lebendgestein das ausreichend Nahrung
bietet sollte vorhanden sein, vor allem Würmer, aber Achtung auch Große "killt" er.
2. Der Fisch sollte bei Kauf schon länger im Laden "überlebt" haben
3. Der Fisch muss im Laden eindeutig fressen, unbedingt zeigen lassen
4. Zum guten Händler gehen und lieber ein bisschen mehr zahlen
5. Am Anfang rote Mückenlarven anbieten

Schwierigkeitsgrad : kein Anfängertier
    Beitrag vom 28.02.2015 - 21:23  
57 Shopgirl
Dabei seit : 09.03.2013
Ich halte diesen lustigen Fisch seit 4 Jahren. Ich habe ihn damals wegen meiner Glasrosenpopulation gekauft. Innerhalb von 2 Wochen waren diese nur noch im Filterbecken aufzufinden. Ich hatte Glück diesbezüglich oder einfach nur den Anfängervorteil.
Gewachsen ist der Fisch in den letzten 4 Jahren nicht sonderlich. Ca, 5 cm

Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 09.03.2013 - 17:11  
54 John
Dabei seit : 12.07.2011
Dieser Fisch gehört zur Gattung der Falterfische, habe ihn selbst bis vor ein paar Tagen in meinem 1200 Ltr. Anlage gehalten, habe ihn als ca. 5 Markstück futterfest bekommen, war echt niedlich der Kleine. Nahm ausschließlich Frostfutter an, trotz aller Versuche niemals ist er an Trockenfutter gegangen. Ist innerhalb von 3 Monaten sehr gewachsen von ca. 5 cm auf ungefähr 11 cm und ein Ende war nicht in Sicht. Fans dieses Tieres sollten sich darüber klar sein, dass dieses Tier bis zu 20 cm groß werden kann und vereinzelt auch noch größer. Der anfangs putzige Schnabel wächst im Verhältnis mit! Er kennt nach der Eingewöhnung keine Scheu und auch keine Angst auch nicht vor größeren Insassen, geht auch einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg, gerade wenn es um Futter oder einen Schlafplatz geht, kann auch mächtig austeilen (kneifen) und ist entgegen seines Körperbaus sehr flink und wendig. Aber er gehört halt zu den Falterfischen und das heißt auch wenn er ständig am Picken ist am Lebendgestein und im Sand geht er dennoch wie alle Falterarten an Korallen vor allem an die Arten die selbst gefüttert werden müssen und das ganze sehr energisch und mit einer unglaublichen Zuverlässigkeit den ganzen "Tag". Auch wenn er nach meinen Beobachtungen keine Zähne hat, so schädigt er vor allem LPS Korallen durch seinen täglichen regelmäßigen Besuch, geht auch an Gorgonien zupfen wenn diese sich gerade öffnen. Stochert an allem sogar über Kopf herum wo er etwas fressbares vermutet. Auch eine überreichliche Fütterung (täglich 4 Mal) bringt ihn nicht von diesem Verhalten ab. Habe in meiner Anlage weit über 60 verschiedene Korallen und jede Menge Lebendgestein und andere Niedertiere. Glasrosen hat er nie gefressen, zum Glück auch nicht meinen schönen roten Kalkröhrenwurm, der hat ihn überhaupt nicht interessiert, der konnte sich ja blitzartig zurückziehen, was die Korallen nicht können. Auch an Schwämmen vergreift er sich nicht, kontrolliert sie aber. Allen Liebhabern von richtig schönen,seltenen und teueren LPS Korallen seien bitte gewarnt, er hat bei mir in nur 3 Monaten einen beträchtlichen Schaden angerichtet. Er ist und bleibt ein wunderschönes Tier, leidet unter ständigen Kontrollzwang an allen Löchern, Verstecken, Riffüberhängen, und eben auch an Korallen. An Ledenkorallen vergreift er sich übrigens nicht, die sind ihm wahrscheinlich zu günstig. Aber im Ernst je seltener und teuerer die Korallen sind desto mehr werden sie, jedenfalls in meiner Anlage war es so, von ihm belästigt. Denke mal aufgrund der Einrichtung und der Höhe des Wasserstandes(immerhin 95 cm) hat er sich bei mir wie Zuhause im Meer gefühlt. Habe mich vor zwei Tagen den Korallen zu Liebe von dem Tier trennen müssen. Das Becken sollte vielleicht ein "reines" Fischbecken sein dies gilt ja auch für alle anderen Falterfischarten. Für ein richtiges Riff-Korallen-Becken halte ich diesen Fisch für völlig ungeeignet, auch sollte die Beckengröße einem Tier was immerhin 20 cm Durchmesser erreicht, entsprechend groß sein. Dieser Fisch ist nämlich ein Dauersucher und dementsprechend eben auch ein Dauerschwimmer. Um den Bedürfnissen des Tieres gerecht zu werden sollte das Becken über echte Riffwände und viele Löcher und Höhlen verfügen damit das Tier was zu tun hat. Mit Korallenschäden an LPS Korallen muß gerechnet werden.

Schwierigkeitsgrad : erfahrenen Aquarianern vorbehalten
    Beitrag vom 12.07.2011 - 12:44  
48 RouvenMarkovic
Dabei seit : 04.05.2010
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 2
Ich halte meinen Chelmon nun seit ca. eineinhalb Monaten und bin glücklich mit ihm, da er sich bei mir als nicht wirklich problematisch entpuppt hat.

Ich hatte mir im Vorfeld zwar Gedanken gemacht, ob ich ob meiner noch nicht wirklich großen Erfahrung ein solches Tier halten solle, machte den Kauf aber letztlich davon abhängig ob mir der Händler zusichern kann, dass das Tier an Ersatzfutter geht.

Ich verließ mich also auf den Händler und wurde nicht enttäuscht. Anfangs noch etwas sehr schüchtern und hektisch, da von meinen zwei Kampfzitronen (Haweiis) gejagt, verdiente er sich recht schnell seine Sporen und ist nun sehr gelassen.

Bezüglich der Futterwahl ist er etwas wählerisch, deswegen will ich ihn hier nicht als einfach bezeichnen, aber nachdem ich Artemien und Mysis als Futter identifiziert hatte, verdrückt er diese recht gierig und scheut dafür auch Kämpf mit den Doktoren nicht. An Trockenfutter zeigt er immer wieder Interesse, aber frisst es dennoch nicht. Vielleicht entwickelt sich dass noch.
Generell scheint mir empfehlenswert ihm vieles anzubieten, um dann genau zu beobachten, was und wieviel er davon zu sich nimmt.

Er pickt auch permanent auf den bewachsenen Steinen und frisst dort etwas. Die Röhrenwürmer waren bei mir nach wenigen Tagen ausnahmslos verschwunden, hierfür hat er eine große Vorliebe.
Kürzlich kaufte ich einige Brocken Lebendgestein, und achtete darauf, dass einge Röhrenwürmer dabei waren. Diese überlebten keinen Tag. Einen großen Röhrenwurm habe ich nie besessen, von daher weiß ich nicht, ob er auch diese angehen würde, nehme es aber an.

Da er unablässig unterwegs ist, und sowohl am Boden als auch in den Steinaufbauten nach Fressbarem sucht, sollte das Becken meiner Meinung nach auch ausreichend Raum bieten, sodass sich die Kleinstlebewesen auch wieder regenerieren können. Ich denke mein Becken stellt hier wohl schon eher die untere Grenze dar. Also würde ich mindestens 600 Liter empfehlen. Weniger des Schwimmraums wegen, sondern wegen des Siedlungssubstrates. Da er viel im Bodengrund pickt, gehe ich auch davon aus, dass ein Sandbett von ca. 4-5 cm viele Kleinstlebewesen hervorbringt, die ihm gut munden.

Eines will ich aber noch anmerken. BEI MIR HAT ER KEINE GLASROSEN GEFRESSEN. UND ER HATTE AUCH KEIN GROSSES INTERESSE AN IHNEN. Also solltet ihr den Fisch nur deswegen kaufen wollen, überlegt euch, ob Alternativen nicht besser geeignet sind.

Meine zwei Wurdemanni Garnelen haben innerhalb von einem Monat alle sichtbaren Glasrosen verschlungen, selbst eine sehr große deren Tentakeln schon ca. 8-9 cm lang waren.


Schwierigkeitsgrad : mittel
    Beitrag vom 18.11.2010 - 10:31  



Registrierten Mitgliedern stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich an

Registrieren

Passwort vergessen?
Deutsch  Danish  Dutch  English  France  Italia  Norwegian  Poland  Russian  Swedish  Finnish