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Conus geographus - Kegelschnecke


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Conus geographus
Deutsch: Kegelschnecke
Vorkommen: Guam, Indonesien, Philippinen, Pitcairn Gruppe
Größe: 6 cm - 12 cm
Temperatur: 20°C - 28°C
Futter: Kleine Fische, Schnecken (Gastropoden, Mollusken)
Aquarium: ~ 250 Liter
Schwierigkeitsgrad erfahrenen Aquarianern vorbehalten

Gift

Conus geographus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Conus geographus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltung Die Kegelschnecke Conus geographus findet man in und um die Riffe des Indo-Pazifik, sie ist die giftigste der bekannten 500 Kegel Schneckenarten und mehrere menschliche Todesfälle wurden ihr schon zugeschrieben.

Aufgrund ihres sehr schönen Schneckenhauses ist sie bei Sammlern sehr beliebt und nicht zuletzt deshalb kam es zu besagten Todesfällen durch unbedachtes „Einsammeln“ dieser Schnecken.

Ihr Gift, eine komplexe Mischung aus hunderten von verschiedenen Giften (Conotoxine), injiziert sie ihren Opfern mittels einer Harpune an deren Ende sich ein Giftzahn befindet, aus einem ausfahrbaren Rüssel, ihrem Mundwerkzeug (wie in einem der Bilder unten zu sehen).

Es gibt kein Gegengift für einen Kegelschneckenstich, das Einzigste, was man versuchen kann ist, den Kreislauf eines betroffenen (gestochenen) Menschen so lange zu stabilisieren, bis das Gift vom Körper „verarbeitet“ wurde.
Dies gelingt leider nicht in jedem Fall.

Warum ist das Gift dieser Schnecke so unglaublich toxisch?
Nun, das Gift muss deshalb so stark und schnell wirksam sein damit ein „gestochener“ Fisch sofort durch das Gift unbeweglich gemacht wird, da der Fisch sonst der nur sehr langsamen Schnecke davon schwimmen würde, um allerdings letztlich trotzdem zu sterben.

Ironischerweise gehören zu den im Gift der Kegelschnecken gefunden Verbindungen auch Proteine die, wenn isoliert, ein enormes Potenzial zum Beispiel in schmerzstillenden Medikament besitzen.
Diese Proteine haben eine 10.000 fach stärkere Wirkung als zum Beispiel Morphium.

Bleibt zu bemerken, vermeiden Sie in jedem Fall jegliches „handling“ dieser Schnecke, sie sind in der Lage mit ihrem Giftstachel (Radula genannt) selbst Handschuhe, Kleidung, ja sogar leichtere Neoprenanzüge zu durchdringen.

Kegelschnecke, so auch Conus geographus, ernähren sich von Fischen, Würmern und Schnecken.
Sie erreichen ein Größe von ca. 6 – 12 cm.

Im Riff findet man sie meist unter Steinen, zwischen Korallenästen oder auch im Sand eingegraben.
Da sie auch mit Lebendgestein „eingeschleppt“ werden können, nehmen wir diese Schnecke in das Lexikon auf, um eindringlich vor ihr zu warnen.

hma
Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
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Benutzer Kommentare (1)

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1 alge07
Dabei seit : 06.10.2009
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 15 Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 45
Ein sehr wichtiger Beitrag. Es werden Flügelschnecken im Handel angeboten, wo nicht von Abfang an klar ist, ob sie zu Strombidae oder Conidae gehören. Junge Schnecken von Canarius und Conomurex mit Bewuchs auf dem Haus sind schwer von Conus zu unterscheiden. Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, die Schnecken zu Anfang in Quarantäne zu halten und zu testen, ob es "Jäger oder Sammler" sind.
Hier noch ein interessanter Link
Link
Ich fasse meine jedenfalls nur mit Zange an, auch wenn sie aktuell nur den Sand durchkauen und Algen fressen. Sie sind auch tagsüber aktiv.
    Beitrag vom 31.01.2010 - 15:44  



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