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Hemigrapsus tanakoi - Asiatische Strandkrabbe


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Hemigrapsus tanakoi
Deutsch: Asiatische Strandkrabbe
Vorkommen: europäische Küsten, Indopazifik, Japan, Korea, Nordatlantik, Nordsee, Spanien, Südchinesisches Meer, USA, West-Atlantik
Größe: bis zu 3 cm
Temperatur: 15°C - 28°C
Futter: Algen, Artemia, Banane, Cyclops, Detritus, Felsgarnelen, Fischbrut, Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Krabben, Krill, Krustentiere, Lobstereier, Makrelen, Mückenlarven, Muschelfleisch, Muscheln, Mysis, Salat, Schnecken, Stinte
Aquarium: ~ 60 Liter
Schwierigkeitsgrad kein Anfängertier

Haltung Lebt zwischen Steinen und Austern in Estuarien, Lagunen, Häfen und geschützten Buchten.
Generell eine Krabbe der Gezeitenzonen, wurde aber in Häfen auch in bis zu 20 Meter Tiefe entdeckt.

Ursprünglich in kalten bis subtropischen Teilen des nordwestlichen Pazifiks (Nord-Japan bis China).
In den 1990er Jahren versehentlich in die Biscaya eingeführt – seitdem konnten sich drei Populationen etablieren (Stand: 2002): in den Niederlanden, Frankreich und Spanien.

Die holländische Population hat sich bis nach Belgien ausgedehnt (wo auch unsere vier Exemplare herstammen).
Auch in Deutschland (Berichte von Norderney und Niedersachsen) ist diese Art aufgetaucht und wird wohl auch die amerikanische Atlantikküste erobern.

Lange für H. penicillatus gehalten, aber es handelt sich doch um zwei verschiedene Arten.

Eine andere asiatische Strandkrabbe, H. sanguineus, hat ebenfalls einen großen Bereich der atlantischen Küste der USA besiedelt – und Populationen in Frankreich und den Niederlanden aufgebaut.
H. sanguineus ist durch größere, rötliche Punkte auf den Scheren, kürzere, aber kräftiger Setae auf den Beinen und vor allem leischige "Knubbel" statt "Püschel" zu unterscheiden.

Grau bis braun, auch orange-braun oder grün, hell und dunkel gebänderte Beine, kleine dunkle Punkte auf den Scheren, helle "Püschel" an der Basis der Scherenfinger bei den Männchen.
Drei deutliche Zähne am vorderen Seitenrand (hinter den Augen).
Weibchen haben oft zwei symmetrisch angeordnete Flecken auf dem Carapax.

Beckengröße/Besatz: In der Natur werden bis zu 20 Individuen pro Quadratmeter gezählt – solche Besatzdichten sind in Aquarien sicher nicht ratsam.
Genauer gesagt schaffen es selbst drei Tiere, sich in 50 Litern mit endlos vielen Verstecken gegenseitig aufzufressen!

Verhalten: extrem aggressiv (auch untereinander), keine Scheu (auch nicht gegenüber dem Menschen), tag- und nachtaktiv, räumen gerne um und buddeln ohne Ende. Räuberische Allesfresser.

Vergesellschaftungsmöglichkeit: Nur mit Tieren, bei denen man Verluste in Kauf nimmt.
Anemonen werden offenbar ignoriert.
Im Allgemeinen wird versucht, zu fressen, was kleiner oder gleich groß ist.

Beckeneinrichtung: Nordsee-, Meeres- oder Brackwasser-Aqua-Terrarium (Sandstrand, Felsen)
Weiterführende Links
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