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steibk86
Dabei seit : 03.04.2008 |
Ständig liest man, dass es unbedingt eingefahrene Aquarien mit viel Mikrofauna braucht, um diesen und andere Leierfische erfolgreich pflegen zu können. Ich halte das für einen Irrtum, weil selbst in einem mittelgroßen Aquarium (sagen wir: 500 Liter) diese Klein- und Kleinstlebewesen auf Dauer niemals ausreichen, um einen Leierfisch oder gar ein Pärchen auf Dauer gesund zu halten. Kleinkrebse usw. sind einfach viel zu schnell weggefressen, als dass ein LSD-Fisch davon satt werden könnte. Noch mehr, wenn andere "pickende" Tiere im Becken gepflegt werden. Man darf auch nicht den hohen Nährstoffbedarf der Leierfische vergessen, die schließlich den ganzen Tag beständig auf dem Weg sind und Nahrung suchen. Nur weil er pickt, heißt das noch lange nicht, dass er auch wirklich genug findet!
Im Unterschied zu S. splendidus gehen LSD-Fische FAST IMMER nach einigen Tagen zumindest an gefrorene Artemien, sogut wie sicher aber an lebende Nauplien und große Artemien. Ich würde mir vom Händler auf jeden Fall zeigen lassen, dass das Tier frisst, bevor es gekauft wird. Auch auf eingefallene Bäuche ist zu achten! (ist nicht immer leicht zu sehen, am besten von der Seite oder überhaupt direkt von unten). Erst dann habe ich gute Chancen, dass ich das Tier gesund halten kann.
Selbst dann ist es aber noch so, dass reichlich kleines Futter (auch Cyclops etwa) gefüttert wird, damit die Tiere wirklich was finden. Die meisten Exemplare fressen nur vom Boden und ganz selten direkt aus der Wassersäule, weswegen eine ausreichende Fütterung auch so wichtig ist.
Kauft man ein Pärchen (am besten sind die Tiere schon beim Händler zusammen), ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn die Tiere in etwa gleich groß sind. Kleine Weibchen wurden bei mir von den größeren Männchen oft recht ruppig behandelt, ein großes starkes Weibchen hält das viel leichter aus. Zwei Weibchen vertragen sich fast immer, zwei Männchen bringen sich zwar meist nicht um, auf Dauer geht das aber trotzdem nicht gut!
Meiner Meinung nach viel besser als Aquarienpflegling geeignet als S. splendidus, weil letzterer schwieriger ans Futter zu bringen ist. Wegen der gemächlichen Schwimmart und Substratgebundenheit des LSDs, halte ich ca. 100 Liter für die Haltung ausreichend, sofern das Tier Ersatznahrung annimmt.
Schwierigkeitsgrad : kein Anfängertier |