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Melibe sp. 01 - Baumschnecke


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Melibe sp. 01
Deutsch: Baumschnecke
Vorkommen:
Größe: bis zu 12 cm
Temperatur:
Futter: Artemia, Cyclops, Lobstereier, Phytoplankton, Plankton, Zooplankton, Zooxanthellen / Licht
Aquarium: ~ 300 Liter
Schwierigkeitsgrad kein Anfängertier

Haltung Diese Bilder sandte uns Michael Biester ein.
Sie zeigen eine Baumschnecke Melibe spp. aus der Familie Tethydidae.
Sie ernährt sich von Plankton.
Es werden aber auch Artemiennauplien bis hin zu erwachsenen Artemia verspeisst.
Mit ihrem trichterförmigen Maul können diese Schnecken auch kleine Garnelen, Krebse und andere Crustacea einsaugen und fressen.

Auf Grund dessen, dass diese Schecke Zooxantellen in ihrem Körper besitzt/aufnehmen kann, kann sie in einem gut beleuchteten Aquarium auch haltbar sein.
Viele der Nacktschnecken haben nur eine relativ begrenzte Lebensdauer von einigen Monaten bis zu einem Jahr.
Weiterführende Links
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Benutzer Kommentare (1)

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1 seegraswiese
Dabei seit : 29.10.2004
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 11
Eine Schnecke die Plankton frisst??? Das klingt zunächst sehr unwahrscheinlich!
Aber ein Blick in das "Sea Slug Forum" bestätigt, daß die Schnecken dieser Gattung, gleichzeitig (!) auf zwei völlig unterschiedliche Ernährungsweisen spezialisiert sind:

1. - Viele Schnecken dieser Gattung haben Zooxanthellen, das heißt, sie leben mit kleinen einzelligen Algen, die sie in ihrem Körper tragen, in Symbiose. Das ist nun zumindest aus der Sicht von Meerwasseraquarianern für eine Schnecke zwar ungewöhnlich, aber so aufregend dann doch wieder nicht, denn sehr viele Tiere, die im Meerwasseraquarium gepflegt werden, leben in Symbiose mit einzelligen Algen (Tridacnas, viele Stein- und Weichkorallen, Anemonen etc.).

2. - Bei der zweiten Art der Ernährung werden sich aber selbst routinierte Meerwasseraquarianer verblüfft die Augen reiben:
Alle Schnecken dieser Gattung können tatsächlich kleine Krebschen fangen! Um ihre Mundöffnung herum, besitzen diese Schnecken einen trichterförmigen Fangschirm (Auf dem ersten Bild in der Mitte/Unten zu sehen). Diesen Schirm können sie über kleine Krebschen stülpen und diese dann mit dem Mund aufnehmen. - Da diese Schnecken keine Raspelzunge (Radula) besitzen, werden die Kleinkrebse ganz verschluckt und dann durch die Verdauungssäfte im Verdauungssystem der Schnecke abgetötet.

Steve Kempf (siehe Literaturangabe unten) hielt übrigens bereits Mitte der 80er Jahre die Art Melibe megaceras im Aquarium. Nach seinen Angaben nehmen die Schnecken Artemien als Futter an.

Haltungsempfehlung:
Jeder der das Glück hat, so eine Rarität zu bekommen, sollte dieser Schnecke ein Meerwasseraquarium mit ausreichendem Licht anbieten (wegen der Zooxanthellen). Auch sollte versucht werden die Schnecke zusätzlich mit Artemien oder anderen Kleinkrebsen zu füttern.
In einem Aquarium mit vielen Kleinlebewesen, könnten zwar eventuell, die dort vorkommenden Kleinkrebse als Futter ausreichen; Das ist aber aufgrund der seltenen Aquarienhaltung dieser Schnecken noch nicht abschließend geklärt worden. Daher gilt (bis weitere Erfahrungen vorliegen): Regelmäßig füttern!

Alle Sachinformationen wurden dem "Sea Slug forum" entnommen, die Haltungsempfehlungen wurden daraus abgeleitet. Weitere Infos in:
Kempf, S. C. 1984. Symbiosis between the zooxanthella Symbiodinium (=Gymnodinium) microadriaticum (Freudenthal) and four species of nudibranchs. Biological Bulletin, 166(1): 110-126.

Schwierigkeitsgrad : kein Anfängertier
    Beitrag vom 14.02.2006 - 01:54  



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