Anemonen- bzw. Clownfische (Gattung Riffbarsche Pomacentridae) gehören von jeher zu den meist beachtesten Fische im salzigen Aquarium. Denken wir nur mal an den Animationsfilm der Pixar Studios "Findet Nemo", wo ein Clownfisch die Hauptrolle spielte. Warum Anemonenfische so beliebt sind? Vermutlich liegt es einerseits an ihren Farben, der guten Haltbarkeit und der berühmten Symbiose mit Wirtsanemonen. Dies gefällt meist jedem so gut, dass eben der Anemonenfisch auch "Nichtaquarianern" bekannt ist.
Die Symbiose der Clownfische ist an sich sehr interessant. Anemonen besitzen zum Teil sehr starke Nesselzellen was von vielen anderen Fischen, aber auch Korallen nicht vertragen wird. Es kommt bei Kontakt zu Verletzungen und damit zu Schädigung der Schleimhaut. Deshalb meiden andere Fische den Kontakt. Anders aber bei den Clownfischen, denen es überhaupt nichts ausmacht. Clownfische nehmen allerdings nicht jede Anemone, sondern haben bevorzugte Arten. Diese finde Sie in den einzelnen Unterrubriken der Arten mit erwähnt.
Beachten muss man allerdings auch, dass bei dem Fehlen einer Anemone andere Nesseltiere (großpolypige Steinkorallen, auch Weich oder Lederkorallen) als Ersatz gesucht werden. Natürlich sollten Anemonenfische auch eine zu Ihnen passende Anemone erhalten!
Da Anemonenfische keine so wirklich guten und ausdauernden Schwimmer sind, nutzen Sie natürlich die Deckung ihrer Anemone für sich aus. Die Symbiose scheint folgendermaßen zu funktionieren.
Die Fische bekommen nicht nur Schutz, sie bieten der Anemone auch einen, da sie diese auch vor deutlich größeren Fischen verteidigen. Und Anemonen stehen bei manchen Fischen eben auch auf dem Speiseplan. Es gibt Untersuchungen dass Anemonen deren Anemonenfische fehlen oft genug von Falterfischen geschädigt, und später gefressen wurden. Früher ging man davon aus, dass Anemonenfische Ihre Anemone füttern, was aber nicht stimmt. Es scheint daher wirklich "nur" der Schutz vor dritten zu sein.
Anemonenfische leben in Korallenriffen des Indopazifik und kommen meist bis ca. 18 Meter vor. Am meisten verbreitet ist hierbei der Clarki Komplex der den gesamten Indopazifik bewohnt.
Anemonenfische gehören zu den Meerwasserfischen, die schon lange kommerziell, aber auch von Hobbyisten gezüchtet werden.
Die Eier werden in der Nähe des Fußes der Anemone abgelegt. Das kleinere Männchen (das dominierende größere Tier ist immer das Weibchen) säubert vor dem Ablaichen am Fuß der Anemone das Substrat. Nach der Eiablage wird das Gelege ca. sieben Tage lang vom Männchen mit Hilfe der Brustflossen befächelt. Man zählt im Schnitt etwa 250 Eier.